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Grüne Suchmaschinen: Wie funktionieren Ecosia & Co.?

Frau am Laptop
Bildquelle: iStock/simonapilolla

Wer online schnell Infos finden will, kann Google oder andere Suchmaschinen nutzen. Mit grünen Suchmaschinen wie Ecosia stehen aber auch Alternativen zur Verfügung, die sich dem Umweltschutz verschrieben haben. Wie das funktioniert, verraten wir hier.

Was ist grün an grünen Suchmaschinen?

Grüne Suchmaschinen heißen so, weil sie nicht einfach nur die passenden Internetseiten zu Suchbegriffen anzeigen, sondern auch die Umwelt schützen wollen. Das machen sie unter anderem, indem sie Teile der Einnahmen, die sie durch die angezeigte Werbung erzielen, an Öko-Projekte spenden.

Außerdem geht es ihnen um CO2-Neutralität. Denn: Jede Aktivität im Internet, also auch das Suchen von Infos, geht mit Stromverbrauch einher und sorgt dadurch für CO2-Emissionen. Viele Menschen sind täglich online und suchen dort nach allem, was sie wissen möchten, statt wie früher umständlich das Lexikon aufzuschlagen. Ein Ziel vieler grüner Suchmaschinen ist es, den so entstehenden CO2-Ausstoß auszugleichen.

Beispiel Ecosia: Woher kommt das Geld – und wohin fließt es?

Die Suchmaschine von Ecosia, einem Social Business mit Sitz in Berlin, funktioniert wie andere Suchmaschinen auch: Der Nutzer gibt einen Begriff ein und bekommt Ergebnisse aus dem World Wide Web angezeigt. Optisch gibt es dabei – bis auf die Startseite – kaum Unterschiede zu anderen Suchmaschinen. Der Grund: Ecosia stellt nur die Oberfläche bereit, die Suchergebnisse liefert der PartnerBing, eine von Microsoft betriebene Suchmaschine.

Geld verdienen Suchmaschinen über Werbeanzeigen. Beispiel: Ein Nutzer möchte eineRegenjacke für Kinder kaufen und gibt diesen Begriff in die Suchmaschine ein. Unter den Suchtreffern werden entsprechende Werbe-Angebote verschiedener Onlineshops angezeigt. Klickt der Nutzer dann auf einen solchen gesponserten Link, erhält der Suchmaschinenbetreiber Geld dafür. So funktioniert es im Prinzip bei allen Suchmaschinen.

Die Besonderheit bei grünen Suchmaschinen: Viele spenden große Teile des so eingenommenen Geldes für ökologische Projekte. Ecosia pflanzt damit beispielsweise Bäume in verschiedenen Ländern der Erde, zum Beispiel in Teilen Afrikas, Südamerikas und Südostasiens. Nach eigenen Angaben nimmt Ecosia im Durchschnitt 0,5 Cent pro Suchanfrage ein und lässt von den Überschüssen aktuell rund 80 Prozent den Baumpflanzprojekten zukommen.

Grüne Suchmaschinen gibt es von allgemein bis speziell

Ähnlich funktionieren auchGexsi undEcosearch, die auf Suchergebnissen von Google basieren. Gexsi unterstützt verschiedene soziale und ökologische Projekte, die auf der Homepage der Suchmaschine beschrieben sind: zum Beispiel ein Projekt zur solarbetriebenen Wasseraufbereitung in Guinea-Bissau in Westafrika. Beide Suchmaschinen fördern mit ihren Spenden und teils auch auf anderen Wegen eine Reihe von weiteren Initiativen, die sich etwa dem Klimaschutz und der Unterstützung von Landwirten in Entwicklungsländern widmen.

Daneben gibt es auch alternative Suchmaschinen, die sich auf spezielle Teilgebiete konzentrieren: GoodJobs ist beispielsweise auf nachhaltige Jobangebote spezialisiert, VeggieSearch hilft bei der Suche nach nachhaltigen und veganen Produkten und mit Bookitgreen geht es auf einfachem Weg zu grünen Reiseunterkünften in aller Welt.

Autor: Barclaycard
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