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Hindernisläufe der Extraklasse: fünf Beispiele

Tough Mudder in action
Bildquelle: iStock/monkeybusinessimages

Bei Extrem-Hindernisläufen können Teilnehmer Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeit beweisen. Schließlich gilt es, durch Schlamm zu robben oder durch eiskalte Flüsse zu tauchen. Abenteuerlustige können das bei einer der folgenden Veranstaltungen ausprobieren.

Tough Mudder

Die Strecke: Typischerweise 16-18 Kilometer und 20+ Hindernisse

Ursprünglich in Amerika entstanden, finden Tough-Mudder-Events seit 2013 auch in Deutschland statt. Dabei unterscheiden sich die Strecken je nach Austragungsort und natürlichen Gegebenheiten voneinander. Neben dem klassischen Hindernislauf gibt es inzwischen auch weitere Veranstaltungsformen (beispielsweise Tough Mudder Half, Tougher Mudder oder Toughest Mudder), mit variierenden Streckenlängen und Schwierigkeitsgraden. Der Titel setzt sich übrigens aus den englischen Worten „tough“ (hart, schwierig, rauh) und „mud“ (Matsch, Schlamm) zusammen.

Auf eine offizielle Siegerehrung müssen Teilnehmer zumindest beim regulären Tough Mudder verzichten. Hier geht es nämlich nicht darum, wie schnell der Parcours bewältigt wird, stattdessen stehen die Herausforderungen und der Zusammenhalt unter den Läufern im Vordergrund: Viele der Hindernisse lassen sich nur im Team bezwingen. Wer es bis zur Ziellinie schafft, darf sich aber unter anderem über ein T-Shirt freuen. Außerdem fallen die Erinnerungsfotos naturgemäß recht drastisch aus – „muddy“ nämlich.

Fun Fact: Beim Hindernis „Block Ness Monster” müssen die Kandidaten ein 18 Meter langes Wasserbecken mit rotierenden Barrieren durchqueren.

Fisherman's Friend StrongmanRun

Die Strecke: The Original (20 Kilometer), Strong-10 (10 Kilometer) oder FunRun (6 Kilometer), circa 40 Hindernisse

Seit 2007 wagen sich zahlreiche Teilnehmer unter anderem auch in Deutschland an den Extrem-Hindernislauf Fisherman's Friend StrongmanRun. Dabei müssen sie zum Beispiel ins eiskalte Wasser springen, hoch aufragende Kletterhürden erklimmen und den Reifenparcours überwinden. Im Laufe der Zeit haben sich nicht nur die Austragungsorte geändert, auch die Strecken inklusive der Hindernisse variieren von Jahr zu Jahr.

Wer vor dem Startschuss noch an seiner Fitness arbeiten will, kann sich auf der Website Trainingspläne für alle Distanzen herunterladen.

Fun Fact: Insgesamt warten 1.500 Strohballen, 20.000 Autoreifen und 63 Überseecontainer auf die Hindernisläufer.

Blaster Run – Monte Kaolino

Die Strecke: Challenge Run (18 Kilometer), Fun Run (8 Kilometer) und 25+ Hindernisse

Beim Blaster Run im bayerischen Hirschau treffen die Teilnehmer auf extreme Geländebedingungen: Der Hindernislauf führt über und um den Monte Kaolino – eine 220 Meter hohe Halde aus 38 Millionen Tonnen Quarzsand. Daneben geht es auch über felsiges Gelände und künstliche sowie natürliche Hindernisse.

Läufer starten hier in Wellen. Die Veranstalter raten schnellen und ambitionierten Sportlern daher, sich vorne aufzustellen. Wer einfach nur ankommen will, platziert sich weiter hinten, so sollen Wartezeiten vor den Hindernissen verhindert werden.

Fun Fact: Die maximale Steigung beim Challenge und Fun Run am Berg beträgt steile 47,6 Grad.

Survival-Run im Serengeti Park

Die Strecke: 8 oder 16 Kilometer mit 25 Hindernissen im und um den Serengeti Park in Hodenhagen.

Dieser Lauf bietet Herausforderungen für die ganze Familie und hält in diesem Jahr sogar zwei extra Strecken für die Kids (1,5 Kilometer) und Teens (3 Kilometer) bereit. Der Survival-Run findet bereits zum neunten Mal statt und enthält alle Klassiker wie sandige Steigungen, dunkle Tunnel, Wasserfälle und -becken und Kletterwände. Beim gemeinsamen Überwinden der Hindernisse muss man sich im Serengeti Park schon mal von Elefanten oder Tigern beobachten lassen. Die menschlichen Zuschauer werden mit Shuttlebussen zu den spannendsten Hindernissen gefahren.

Fun Fact: Alle Teilnehmer haben am Tag der Veranstaltung freien Eintritt in den Park. Parkplatz und warme Duschen gehören außerdem dazu.

Die Heraklidenschlacht

Strecke: 9,16 und 25 Kilometer mit über 100 Hindernissen

Rund um die niedersächsische Stadt Uelzen warten bei diesem Lauf Hindernisse mit geheimnisvollen Namen wie „Das Poseidontor“ oder „Der erymanthische Eber“ auf die Läufer, die mit der Teilnahme in die griechische Mythologie eintauchen. Der Sage nach musste Herakles, Sohn des Zeus, zwar nur zwölf Aufgaben lösen, brauchte dafür aber ebenso viele Jahre Zeit. Die Heraklidenschlacht bietet stattdessen einen ganzen Tag voller liebevoll durchdachter Herausforderungen, aus denen jeder garantiert als Held hervorgeht.

Fun Fact: Manche der Veranstalter versetzen sich detailgetreu in die Zeit der Antike und treten im Kostüm griechischer Götter und Helden an.

 

Autor: Barclaycard
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