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Jugend-Finanzmonitor: Was junge Erwachsene über Finanzen wissen

Winkende Jugendliche auf dem Bordstein
Bildquelle: iStock/ SbytovaMN

Wie nehme ich eigentlich einen Kredit auf? Und was muss ich wann beachten, wenn es um meine Altersvorsorge geht? Bei diesen wichtigen Themen mangelt es vielen Deutschen an Wissen, bei jungen Erwachsenen, aber tatsächlich auch bei ihren Eltern. Eine Umfrage der SCHUFA Holding AG  zeigt, dass nur 8 Prozent vom Nachwuchs und 13 Prozent der Erwachsenen nach eigenen Aussagen über sehr gute bis gute Finanzkompetenzen verfügen. Und die Studie fördert noch mehr spannende Fakten zu Tage.

So zeigt sich beispielsweise, dass Finanzthemen nicht generell unwichtig oder uninteressant für junge Erwachsene sind. Ihr Konto behalten die meisten regelmäßig im Blick. Und sind sich dank der Eltern durchaus bewusst, dass etwas auf der hohen Kante zu haben wichtig ist. Aber wenn es um komplexere Dinge wie z. B. Tagesgeldkonten, Versicherungen oder Altersvorsorge geht, klafft bei den 16- bis 25-Jährigen eine enorme Wissenslücke. Hier kennen sich nach eigenen Angaben nur 17 bzw. 14 Prozent gut aus.

Und auch die Eltern können hier oft nur bedingt weiterhelfen, denn trotz jeder Menge Lebenserfahrung stufen 77 Prozent der Befragten ihr eigenes Wissen nur als befriedigend bis ausreichend ein. 10 Prozent sehen sogar ein großes Defizit bei sich.

Klare Prioritäten: Mit Handyverträgen kennt man sich aus

Besser sieht es bei alltäglicheren Finanzthemen aus. Nicht überraschend schätzen 69 Prozent der jungen Erwachsenen ihre Kenntnisse bei Mobilfunkverträgen als sehr gut bis gut ein. Schließlich spielen Mobilität und das richtige Smartphone eine große Rolle bei Jugendlichen, Azubis und Studenten. Ähnlich sieht es bei der Eröffnung eines Girokontos aus – hier kennen sich immerhin 65 Prozent gut aus.

 

Bevorzugte Wissensquellen: Gewusst wie – und wo

Doch auch wenn die Eltern nicht immer bestens informiert sind: Ihr Finanzwissen bekommen junge Menschen immer noch zu 81 Prozent zuhause vermittelt. 47 Prozent informieren sich direkt bei einer Bank und 44 Prozent nutzen zusätzlich Fernsehen oder Zeitungen/Magazine als Informationsquelle. Ebenso viele befragen direkt Google & Co.

Komplizierte Kommunikation: Die Schule ist in der Pflicht

Doch woran liegt die eher geringe Finanzkompetenz bei den wichtigen Themen? Laut der Studie der SCHUFA Holding AG findet der Nachwuchs, dass Informationen oft zu umständlich und kompliziert formuliert sind – und sie damit auf sich alleine gestellt sind. Im Umkehrschluss wünschen sich 64 Prozent der jungen Erwachsenen deshalb im Bereich der Finanzthemen eine verständlichere Kommunikation.

Und ganze 89 Prozent möchten, dass damit bereits in der Schule gestartet wird: Neben Sinuskurven und Fotosynthese sollte auch ausführlich über Geld und Finanzen gesprochen wird. Nicht umsonst heißt es schließlich: Fürs Leben lernt ihr. Dabei ist es der Hälfte der Befragten vor allem wichtig, dass die Informationen alltagsnah sind und sie auf wirklich relevante Lebenssituationen vorbereiten – wie z. B. die Altersvorsorge. 

Quelle:
Die SCHUFA Holding AG hat im Rahmen der Bildungsinitiative WirtschaftsWerkstatt mehr als 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene zu Finanzthemen befragt. Als Vergleichsgruppe dienten die Eltern. Die im Juli 2018 erschienenen Ergebnisse zeigen, welches Finanzwissen die Jugendlichen haben.

Autor: Barclaycard
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