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Drohnen: Alles zu Gesetzen, Führerschein und Co.

Drohnenpilot
Bildquelle: iStock/Morsa Images

Drohnen sind der Techniktrend, und inzwischen reicht das Angebot vom kleinen Spielzeug bis zum schweren Profigerät mit hochauflösender Kamera an Bord. Damit die ferngesteuerten Flugobjekte sicher im Luftraum bewegt werden können, braucht es Übung - und die Kenntnis der geltenden Gesetze.

Wer sich selbst mal als Überflieger versuchen möchte, muss vor dem Flugstart ein paar Vorbereitungen treffen. Denn wie und wo eine Drohne genutzt werden darf, ist in Deutschland umfassend gesetzlich geregelt.

Diese Dokumente gehören dazu

Geht es um geschickte Slalomflüge oder eher um Panoramaaufnahmen? Wer sich vor der Anschaffung einer Drohne in die Recherche stürzt, sollte auch diese Regeln auf der Agenda haben, die vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur erarbeitet wurden und auf der Homepage der Deutschen Flugsicherung (DFS) zusammengefasst sind:

Kennzeichnungspflicht

Wiegt die Drohne mehr als 250 Gramm, besteht eine Kennzeichnungspflicht. Seit dem 1. Oktober 2017 müssen alle unbemannten Flugobjekte eine feuerfeste Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers aufweisen.

Führerscheinpflicht

Ab 2 Kilogramm ist ein sogenannter Kenntnisnachweis notwendig. Einen solchen Führerschein können angehende Drohnenflieger ab 16 Jahren beispielsweise beim Luftfahrt-Bundesamt oder bei anderen anerkannten Stellen erhalten. Alternativ wird auch eine gültige Pilotenlizenz akzeptiert.

Versicherungspflicht

Verursacht die Drohne einen Schaden, haftet dafür ihr Pilot. In Deutschland besteht daher bei unbemannten Flugobjekten eine Versicherungspflicht. Je nach Tarif können Schäden, die durch privat genutzte Drohnen entstehen, auch durch die Haftpflichtversicherung abgedeckt sein – es empfiehlt sich, dies vor dem ersten Flug zu klären.

Wo dürfen Drohnen fliegen – und wo nicht?

Aus Sicherheitsgründen ist der Drohnenflug nicht überall gestattet. Daher wählen Sie für Ihr Flugobjekt am besten eine freie Fläche aus, auf der sich niemand von dem Flieger gestört fühlt. Eine Liste der Orte, an denen Drohnen am Boden bleiben müssen, liefert die Deutsche Flugsicherung (DFS).

Wer unterwegs nicht ganz sicher ist, ob er sich in einem für Drohnen gesperrten Bereich findet, kann sein Smartphone zurate ziehen. Die DFS hat eine eigene Drohnen-App entwickelt, die Nutzer über geltende Vorschriften informiert und auch Sperrgebiete anzeigt.

Kleine Drohnen-Flugschule

Alle Fragen sind geklärt und die Vorgaben geprüft? Dann kann es endlich hoch hinausgehen. Vor dem ersten Flug kontrollieren Piloten am besten den physischen Zustand der Drohne, um eventuelle Schäden auszuschließen. Lose Bauteile etwa könnten zum Absturz des Flugobjekts führen. Und wer nachts in den Himmel will, muss seine Drohne vorschriftsmäßig mit einer Beleuchtung versehen. Wenn alles sicher fixiert ist, können Sie eine Verbindung zwischen Flugobjekt und Steuerung herstellen.

Der erste Flug

Suchen Sie sich für den Jungfernflug eine abgelegene Wiese oder eine ruhige Gartenecke, in der Sie Abstand zu Mensch und Tier halten können. Da der Wind für unerfahrene Steuerkapitäne problematisch werden kann, werfen Sie vorab einen Blick auf die Wettervorhersage. Auch wenn kein starker Wind vorhergesagt ist, lassen Sie die Drohne immer nur in Ihrer direkten Nähe fliegen.

Start und Landung

Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch beim Drohnenflug: „Übung macht den Meister“, schließlich kann sich das Gadget im Flug in sechs verschiedene Richtungen bewegen. Die größte Herausforderung ist für Anfänger zumeist Start oder Landung. Um diese Manöver gezielt zu üben, lassen Sie Ihre Drohne von einer festen Unterlage aus starten und landen. Bereiten Sie mehrere Landeflächen vor und steuern Sie diese nacheinander an – so lernen Sie das Verhalten der Drohne kennen.

Die meisten Drohnen besitzen zudem eine Autostart-Funktion. Damit steigt das Gerät automatisch auf eine voreingestellte Höhe. Diese Funktion kann bei Windstille und mindestens drei Metern Platz in alle Richtungen zum Einsatz kommen.

Autor: Barclaycard
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