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Zeit sparen und produktiver arbeiten: Neuer Zeitmanagement-Trend

Zufriedener Mann im Büro
Bildquelle: iStock/BartekSzewczyk

Bei der Arbeit Zeit sparen und so mit weniger Aufwand mehr erreichen als vorher? Das soll dank eines bestimmten Zeitmanagement-Konzepts jetzt möglich sein. Dabei kommt das „produktive Faulenzen“ zum Einsatz. Wie das im Alltag funktioniert? Wir verraten es.

Hinter dem Konzept steckt die sogenannte Doing-less-Theory (zu Deutsch: Weniger-tun-Theorie). Deren Kernaussage lautet: Viele Arbeitnehmer muten sich zu viel zu, sind dadurch überfordert und brauchen so teilweise viel Zeit für einzelne Aufgaben. Wie sich das ändern lässt, erklärt beispielsweise einer der führenden Experten der Zeitmanagement-Lehre, Peter Taylor, in seinem Buch „Erfolgsstrategien für Faulenzer“.

Ohne Stress zum Erfolg

Bei vielen Menschen sieht der Arbeitsalltag möglicherweise so aus: Sie hetzen gestresst von Aufgabe zu Aufgabe, lassen sich womöglich oft ablenken und verzetteln sich deshalb letztendlich. Dabei kann viel Kraft verloren gehen und das erzielte Ergebnis ist wahrscheinlich nicht immer befriedigend. Laut Peter Taylor liegt der Weg zu produktiverem Arbeiten und damit zu beruflichem Erfolg unter anderem im richtigen Priorisieren und in „gesunder Faulheit“, wie er es nennt.

Ganz konkret bedeutet das: Sie sollten sich lieber ganz und gar auf einige wenige Sachen konzentrieren. Das wird von außen auf einige Kollegen möglicherweise faul wirken – ist es aber eigentlich gar nicht. Denn durch diese „gesunde Faulheit“ soll die Arbeit produktiver und kreativer werden und außerdem leichter von der Hand gehen.

Aber wie lässt sich dieses Konzept im Arbeitsalltag ganz konkret umsetzen? Unter anderem mit diesen Tipps:

Richtig priorisieren: Legen Sie pro Tag die drei wichtigsten Aufgaben fest und konzentrieren Sie sich darauf, diese abzuarbeiten. Alles andere kommt danach, wenn noch Zeit ist.

Unangenehmes schnell hinter sich bringen: Erledigen Sie die unerfreulichste Aufgabe zuerst. Dadurch steigt Ihr Leistungs- und Produktivitätsniveau.

Feste Zeitfenster setzen – und daran halten: Teilen Sie für eine Aufgabe eine bestimmte Zeitspanne ein. Das kann eventuell zwar den Druck erhöhen, aber auch Ihre Produktivität steigern.

Auch mal Nein sagen: Hierbei geht es nicht darum, alle Aufgaben kategorisch abzulehnen. Stattdessen sollen Arbeitnehmer lernen, Überlastungen entgegenzusteuern. Ist ein Projekt etwa nicht in der vorgegebenen Zeit zu schaffen, sollten Sie das kommunizieren und mehr Zeit einfordern – oder die Aufgabe ablehnen.

Nicht ablenken lassen: Wer etwa ständig in sein Mail-Postfach schaut, verliert Zeit und kann sich mitunter ablenken lassen. Das sogenannte Multitasking (gleichzeitiges Verrichten mehrerer Tätigkeiten) kann dabei viel Energie kosten und sogar zu Fehlern führen. Wer produktiver agieren möchte, sollte eine Aufgabe nach der anderen erledigen.

Mit Rückschlägen umgehen

In seinem Buch stellt Peter Taylor jedoch eines klar: Seine Vorschläge zum Zeitmanagement müssen Leser nicht gleich zu 100 Prozent umsetzen. Schon kleine Schritte können zu Erfolgen führen. Dabei spricht der Autor auch an, dass es sich nicht vermeiden lässt, trotz „ausgeklügelter Planung“ und „zielstrebiger Entschlossenheit“ auch mal Rückschläge zu erleben.

Einer seiner Tipps gegen Motivationstiefs lautet daher: Machen Sie einfach etwas völlig anderes, das wieder Schwung in die Sache bringt. Gemeint ist damit aber nicht zielloses Surfen im Internet oder ähnliches. Überlegen Sie lieber, welche anderen, ebenfalls wichtigen Aufgaben noch auf Erledigung warten, und ziehen Sie diese einfach vor. Die Beschäftigung mit alternativen Herausforderungen soll Ihnen wieder Energie verleihen, sodass Sie anschließend motivierter zu Ihrer vorherigen Aufgabe zurückkehren können.

Autor: Barclaycard
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