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So hilfreich sind Sprachassistenten im Alltag

Erleichtern das Leben: Sprachassistenten.
Bildquelle: iStock/Mikkel William

Träumen Sie von einem persönlichen Assistenten, der Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung steht und auf alle Fragen eine Antwort hat? Clevere Sprachassistenten wie Amazons Alexa, Google Assistant und Cortana von Microsoft lassen diesen Wunsch inzwischen Wirklichkeit werden. Wir verraten, was die digitalen Helferlein können.

In Science-Fiction-Filmen gab es sie schon lange – nun sind digitale Sprachassistenten von Amazon, Google und Microsoft auch in der realen Welt angekommen. Allzeit bereit, unterstützen sie beim Hausputz oder nehmen Ihnen das Managen Ihrer Termine ab. Welche Geräte es auf dem Markt gibt und was sie können, erfahren Sie hier.

Amazons Alexa: Die elektronische Haushaltshilfe

Wer sich von Amazons Sprachassistentin im Alltag helfen lassen möchte, kann sich zwischen mehreren smarten Lautsprechern entscheiden, die mit dem Alexa Voice Service ausgestattet sind: Amazon Echo, Echo Dot oder Echo Plus erfüllen fast alle Wünsche ihres Besitzers – sobald dieser sie ausspricht.

Die integrierte Software wird per Sprachbefehl aktiviert. Sie können die Assistentin beispielsweise bitten, Musik abzuspielen, den Wecker zu stellen, den Kalender oder die Verkehrslage abzurufen. Auch To-do- und Einkaufslisten lassen sich über die dazugehörige App verwalten. Sind Sie abends spät dran? Ihre persönliche Sprachassistentin bestellt ein Taxi, das Sie zu Ihrer Verabredung bringt. Wer lieber zu Hause bleibt, bekommt eine Pizza geliefert.

Die sogenannten Alexa Skills, die Sie als zusätzliche Apps herunterladen können, beinhalten weitere Funktionen. Damit lassen sich kompatible Smart-Home-Geräte wie Backöfen, Geschirrspüler oder Waschmaschinen auch von unterwegs steuern. Da die Software per Cloud vernetzt ist, kann sie aus den Anfragen anderer Nutzer immer wieder Neues lernen und so ihre Fähigkeiten stetig weiterentwickeln.

Google Assistant: Das schlaue Organisationstalent

Google Assistant bringt schnell Ordnung ins tägliche Chaos: Er kann nicht nur Anrufe steuern, Textnachrichten oder E-Mails verschicken, sondern auch Termine eintragen und allerlei Aufgaben lösen. Dabei beweist der digitale Assistent außerdem Humor. Auf die Frage: "Wann bist du geboren?", antwortet er: "Schwer zu sagen … nach jedem Update fühle ich mich wie neugeboren."

Mit dem Lautsprecher Google Home bietet das US-Unternehmen zusätzlich ein kompatibles Smart-Home-Steuersystem an. Wer möchte, kann Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer oder Google Play Music damit verknüpfen oder Radiosendern aus aller Welt lauschen. Den Gang zum Lichtschalter können Sie sich auch sparen – intelligente Glühbirnen wechseln per Sprachbefehl die Lichtfarbe oder die Helligkeit.

Lust bekommen, die Beine hochzulegen? Kein Problem, ein intelligenter Saugroboter kann für Sie den Hausputz übernehmen. Wer seine Putzhilfe per WLAN mit dem Google Assistant verbindet, kann die Sprachsteuerung aktivieren und den Saugroboter per Zuruf steuern.

Cortana: Die smarte Gehirnzentrale

Mit Cortana bietet Microsoft einen eigenen Sprachassistenten für Windows Phone 8.1, Windows 10, Android und Xbox One an. Das elektronische Helferlein kann unter anderem das Internet über Sprachbefehl durchsuchen, E-Mails verschicken oder auf Kontaktlisten zugreifen. Dabei agiert Cortana plattformübergreifend: Über entgangene Telefonanrufe werden Sie per Desktop-Benachrichtigungen auf PC oder Notebook informiert. Auf dem PC erstellte Erinnerungen können an das Smartphone weitergeleitet werden.

Zusätzlich zur Reminder-Funktion kann Cortana Standorte mit Erinnerungen beziehungsweise Aufgaben verknüpfen. Beim nächsten Supermarktbesuch weist der Sprachassistent dann sofort darauf hin, dass Sie noch Milch oder Obst brauchen.

Fotos lassen sich ebenfalls in die Reminder-Funktion integrieren. Praktisch für alle, die sich zum Beispiel einfach nicht merken können, welche Glühbirnenform in die Küchenlampe passt. Beim Betreten des Baumarktes ploppt das passende Bild inklusive Erinnerungs-Funktion auf. Je mehr sie mit Cortana kommunizieren, desto besser kann die Anwendung Sie im Laufe der Zeit verstehen und noch nützlicher werden.

Aktuell ist Microsoft dabei, Cortana zu erweitern, damit sie zukünftig auch Smart-Home-Komponenten bedienen kann. Die "Connected Home"-Funktion gibt es bislang aber nur in den USA. Wann die intelligenten Helfer in Deutschland verfügbar sein werden, ist noch nicht bekannt.

Diskussion über Datenschutz und Datenmissbrauch

Die Sprachassistenten haben also viele Vorteile, die den Alltag leichter gestalten. In den vergangenen Monaten ist rund um das "Internet of Things" allerdings eine Debatte über Datenschutz und möglichen Datenmissbrauch ins Rollen gekommen. Einige Kritiker und Verbraucherschützer warnen mitunter vor einem möglichen Eingriff in die Privatsphäre. Denn: Während die Geräte auf den Aktivierungsbefehl warten, hören sie jederzeit mit – das Mikrofon ist immer angeschaltet. Das "Abgehörte", so der Vorwurf, könnte von den Herstellern für Marketing und Marktforschung genutzt werden. Nutzer sollten sich daher über die "Dauerabhörung" im Klaren sein.

Zudem sind Sprachassistenten – wie alle mit dem Internet verbundenen Geräte – potenzielle Ziele für Hacker-Attacken. Angreifer könnten an sensible Daten in Form von Sprachdateien gelangen und diese manipulieren oder missbrauchen. Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es nicht. Auch das sollte den Nutzern bewusst sein.

Autor: Barclaycard
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