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Hotel günstig buchen: Buchungsportale oder Direktbuchung?

Ein besonderer Hotel-Service: Frühstück im Bett.
Bildquelle: iStock/franckreporter

Wer ein Hotel sucht, wird von der Auswahl geradezu erschlagen: Besonders in großen Städten konkurrieren Hotels aller Preisklassen um Gäste. Bei so vielen Angeboten, Optionen und Zusatzleistungen verliert man schnell den Überblick. Dann liegt es nahe, auf Hotelportale zurückzugreifen – das ist bequem, aber nicht immer die kostengünstigste Lösung.

Lange Zeit haben Hotelbuchungsportale mit der Bestpreisgarantie um Kunden geworben. Doch seit das Bundeskartellamt dieses Geschäftsmodell gekippt hat, sind die großen Portale nur noch selten die preisgünstigste Wahl. Wir erklären, welche Vorteile die verschiedenen Buchungswege haben.

Buchungsportale: Schneller Überblick, Kundenbewertungen und Filteroptionen

Vor allem für Reisewillige mit sehr konkreten Wünschen sind Hotelportale wie „booking.com“ gute Plattformen. Denn statt eine Unmenge von Einzelwebsites zu studieren, können Kunden sich hier ganz bequem Hotels herausfiltern lassen, die zu ihren Bedürfnissen passen: In Flughafennähe, barrierefrei, mit Sauna und eigenem Parkplatz? Kein Problem. Von ursprünglich unzähligen Hotels bleibt genau die Handvoll übrig, die diese Ansprüche erfüllt – und das innerhalb von Sekunden.

Ein weiterer Bonus von „hrs.de“ und Co.: Dort gibt es zum Teil detaillierte Bewertungen von verschiedenen Benutzergruppen – zu wissen, wie andere Paare, Familien oder Alleinreisende das Hotel fanden, kann enorm hilfreich sein.

Direktbuchung beim Hotel: Günstige Preise und guter Service

Bis vor einigen Jahren durften Buchungsportale noch Bestpreisgarantien mit Hotels vereinbaren. Das heißt, die Hotels durften keine günstigeren Preise anbieten als die Buchungsportale, bei denen sie gelistet wurden. Somit konnten sie auch keine individuellen Rabatte gewähren. Das Bundeskartellamt hat dieses Vorgehen inzwischen mehreren Onlineportalen untersagt. Mittlerweile können Zimmer daher günstiger sein, wenn sie direkt beim Hotel gebucht werden. Bei Direktbuchungen gewähren die Hotels außerdem oft einen zusätzlichen Service, der auf Buchungsportalen nicht verfügbar ist, wie etwa kostenloses Frühstück, gratis Parkplätze oder Zimmer mit Ausblick oder Balkon.

Auch wer Wert auf individuelle Betreuung legt, ist mit einer Direktbuchung gut beraten: Der Anbieter vor Ort kümmert sich oft schneller und intensiver um seine Gäste, als ein internationaler Onlinevermittler.

Nachteile beider Buchungswege

Egal, welche Option man wählt: Wie so oft hat die Medaille zwei Seiten. So sind bei Buchungsportalen zwar viele, aber doch nicht alle Hotels gelistet. Gelistete Hotels wiederum haben teils mehr freie Zimmer im Angebot, als auf dem Portal angezeigt werden.

Auch bei der Direktbuchung gibt es Nachteile. Viele kleine Hotels verfügen nicht über Onlinebuchungssysteme, sodass eine spontane Buchung spätnachts von der Couch aus nicht immer klappt. Außerdem ist es natürlich mit etwas mehr Mühe verbunden, eine Buchung telefonisch oder per E-Mail vorzunehmen.

Was sich auf jeden Fall anbietet: ein Vergleich. Ist das Wunschzimmer gefunden, lohnt sich ein Blick auf verschiedene Portale und die Hotelwebseite, um das beste Angebot zu entdecken.

Schon gewusst? Spezielle Portale für Tageszimmer

Neben den bekannten Buchungsportalen gibt es seit einigen Jahren auch Websites, die sich auf die Vermittlung von Tageszimmern spezialisiert haben. Bei Anbietern wie „byhours.com“ sind hochpreisige Hotels tagsüber günstig zu haben. Das könnte zum Beispiel für Geschäftsreisende interessant sein, die die Zeit zwischen Meeting und Rückflug lieber in entspannter Atmosphäre überbrücken wollen, statt am Flughafen zu warten.

Autor: Barclaycard
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