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Bunt, bunter, Herbst: Zehn Reiseziele auch für Kurzentschlossene

Paar draußen in der Natur
Bildquelle: iStock/ Halfpoint

Wenn die Tage kürzer und kühler werden, präsentieren sich zahlreiche Landschaften von ihrer spektakulären Seite: Im September und Oktober erstrahlt das Laub in kräftigen Rot-, Orange- und Gelbtönen. Wo Sie den Herbst in seiner vollen Pracht am besten bewundern können, erfahren Sie hier.

Vermont (USA): In den Vereinigten Staaten ist vor allem die Region Neuengland für den sogenannten Indian Summer bekannt: Das Zusammenspiel extremer Temperaturen zwischen Tag (warm und trocken) und Nacht (Frost) sorgt hier für eine besonders intensive Blattverfärbung. In Vermont erreicht diese ihren Höhepunkt meist in der letzten Septemberwoche und den ersten beiden Oktoberwochen. Besonders intensiv verfärbt sich dabei der Zuckerahorn. Touristen können die Attraktion beispielsweise im Mittelgebirge Green Mountains bewundern. Bildquelle: iStock/DenisTangneyJr
Gardasee (Italien): Ende September lässt am Gardasee allmählich die Hitze nach. Die Temperaturen pendeln sich in der Regel bei durchschnittlich 22 Grad Celsius ein, die Niederschlagswahrscheinlichkeit sinkt im Vergleich zum Juli und August. Dann hüllt sich die Provinz Trient in ihr Herbstgewand: Mediterrane Gehölze wie Zypressen und Zedern leuchten von Ockergelb bis Rost- und Feuerrot. In der farbenfrohen Kulisse werden eine Wanderung oder ein Trip mit dem Mountainbike mit spektakulären Panoramen belohnt. Bildquelle: iStock/oriredmouse
Königsstuhl (Deutschland): Im Nationalpark Jasmund auf Rügen befindet sich der sogenannte Königsstuhl, eine berühmte Kreidefelsenformation. Die dort heimischen alten Buchenwälder wurden 2011 als Weltnaturerbe anerkannt. Besonders kontrastreich wirkt der Anblick im Herbst, wenn sich das Laub oberhalb der weißen Steinklippe rot und gelb verfärbt. Zusätzliches Naturschauspiel: Auf der Insel Ummanz westlich von Rügen können Sie Kraniche auf ihren Rastplätzen beobachten. Bildquelle: iStock/senorcampesino
Ahornboden (Österreich): Vor dem Karwendelgebirge prägen die alten Berg-Ahornbestände auf dem Großen und Kleinen Ahornboden das Landschaftsbild. Der Große Ahornboden liegt am Talschluss des Rißtals, wurde bereits 1927 zum Naturdenkmal erklärt und 1988 sogar als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Daher dürfen dort keine Bäume gefällt werden. So kommt es, dass sich auf dem Almboden zahlreiche Ahornbäume befinden, die zwischen 300 und 600 Jahre alt sind und im Herbst um die Wette leuchten. Bildquelle: iStock/DieterMeyrl
Lappland (Finnland): Die Laubfärbung in Lappland ist so berühmt, dass sie sogar einen eigenen Namen hat: „Ruska-Aika“. Die Saison für das Naturschauspiel beginnt im September und kann je nach Witterung bis in den Oktober hinein dauern. Dann verfärben sich Bäume und Sträucher in kürzester Zeit bunt. Dabei gibt es je nach Baumart auch farbliche Unterschiede: Während Birken etwa gelbgold strahlen, werden Espen rot. Dieses Phänomen lässt sich beispielsweise in der artenreichen Pflanzenwelt des Nationalparks Oulanka betrachten. Bildquelle: iStock/MichalRenee
Harz (Deutschland): Auch durch Deutschland weht im Herbst ein Hauch von Indian Summer: Die Landschaft im Oberharz etwa ist zwar von Fichtenwäldern geprägt, doch in Tälern wie dem Sieb- oder dem Odertal präsentieren vor allem Laub- und Mischwälder einen herbstlichen Farbenrausch. Wer sich auf den fast 100 Kilometer langen Harzer Hexenstieg wagt, der durch den Nationalpark Harz verläuft, darf sich in den nebligen Morgenstunden auf eine geheimnisvolle Atmosphäre einstellen. Schließlich sollen am Blocksberg Hexen und Kobolde ihr Unwesen treiben. Bildquelle: iStock/DieterMeyrl
Ontario (Kanada): Den flammenden Herbst können Einwohner und Urlauber auch in Kanada betrachten. Jedes Jahr zwischen Mitte September und Mitte Oktober bietet beispielweise der Algonquin Provincial Park mit seinen Laub- und Nadelwäldern auf 7.725 Quadratmetern eine farbenprächtige Kulisse für den Indian Summer. Das Erholungsziel vieler Kanadier verfügt außerdem über Campingmöglichkeiten und lädt unter anderem zum mehrtägigen Wandern, Angeln, Vögelbeobachten und Kanufahren ein. Bildquelle: iStock/Elenathewise
Kyoto (Japan): In Japan gibt es sogar einen eigenen Begriff für den Besuch der verfärbten Landschaften und Wälder im Herbst: „Momijigari“. In Kyoto entstand diese Tradition angeblich schon in der Heian-Zeit (794-1185). Die Färbung der Ahornblätter setzt hier meist erst im November ein und bietet vor dem Hintergrund der zahlreichen Tempel, Parks und Flüsse einen eindrucksvollen Anblick. Als Geheimtipp gilt der buddhistische Tempel und UNESCO-Weltkulturerbe Saihō-ji. Zutritt hat nur, wer sich vorher schriftlich anmeldet. Bildquelle: iStock/magicflute002
Masuren (Polen): Weitgehend unberührte Naturlandschaften erwarten die Besucher der größten Seenplatte Polens. Die Masuren im Nordosten sind dank des kontinentalen Klimas eigentlich ein klassisches Sommerziel, doch auch im Herbst entfaltet die Region ihren besonderen Reiz – die Buchen, Eichen und Ahornbäume der Wälder und Alleen schimmern dann in warmen Farben. Das milde Klima erlaubt Touristen noch Ausflüge zu Fuß oder mit dem Rad etwa im Kreis Giżycko. Die Wälder laden zu dieser Jahreszeit außerdem zur Pilzsuche ein. Bildquelle: iStock/ewg3D
Perthshire (Schottland): Wer nicht genug von Ocker- und Rottönen bekommt, kann der schottischen Grafschaft Perthshire von Ende September bis November einen Besuch abstatten. Die trägt auch den Namen „Big Tree Country“ (deutsch für „das Land der großen Bäume“) und lässt sich auf zahlreichen Spazierwegen erkunden: etwa im Naturschutzgebiet The Hermitage. Hier wartet auch der restaurierte Prunkbau Ossian's Hall und bietet einen guten Aussichtspunkt über das Wäldchen, in dem die größten Douglastannen Britanniens stehen. Bildquelle: iStock/sara_winter - 175430526
Autor: Barclaycard
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