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Bahnfahren: So finden Sie günstige Tickets

Mann auf Bahnsteig
Bildquelle: iStock/Geber86

Keine Staus, keine roten Ampeln: Wer mit dem Zug fährt, kann sich beim Urlaubsantritt erst mal zurücklehnen. Außerdem lässt sich bei der Buchung eines Bahntickets oftmals Geld sparen. Diese Tipps können bei der Suche nach einem günstigen Ticket helfen.

1. Früh buchen und vom „Sparpreis“ der Deutschen Bahn profitieren

Je früher Reisende ihren Trip planen, desto größer ist die Chance, den „Sparpreis“ der Deutschen Bahn nutzen zu können. Das Unternehmen bietet ein begrenztes Kontingent der günstigen Fahrkarten für den Fernverkehr an, die ab 19,90 Euro für die 2. Klasse beginnen und bis zu sechs Monate vorab buchbar sind. Einen Überblick über die preiswerten Verbindungen und Angebotskonditionen bietet der „Sparpreis“-Finder auf der Webseite der Bahn. Zugfahrer können auch ins Ausland günstig reisen und mit dem „Sparpreis Europa“ Ziele wie etwa Paris, Malmö, Wien oder Warschau ansteuern. Kurze Strecken werden ab einem Preis von 19,90 Euro angeboten, längere ab 39,90 Euro.

2. An weniger begehrten Tagen verreisen

Die „Sparpreise“ sind vor allem an reisestarken Tagen (Montag, Freitag und Sonntag) schnell vergriffen. Wer zeitlich flexibel ist, kann seine Verbindungssuche auf einen anderen Wochentag oder eine Reisezeit früh morgens oder spät abends ausweiten. Mit etwas Glück lässt sich so auch noch kurzfristig ein „Sparpreis“-Angebot finden.

3. Längere Strecke buchen

Manchmal kann es sich lohnen, eine längere Strecke zu buchen, als eigentlich für die Reise geplant ist. Der Grund: Eine internationale Verbindung ist unter Umständen durch den „Sparpreis Europa“ preiswerter als eine innerdeutsche. Wer beispielsweise von Berlin nach Duisburg möchte und kein günstiges Angebot mehr findet, kann (falls vorrätig) ein Sparpreisticket von Berlin über Duisburg nach Amsterdam buchen – und einfach in Duisburg den Zug verlassen.

4. Bahncard 25 oder andere Rabattkarten nutzen

Die Investition in eine Bahncard muss sich nicht nur für Vielfahrer bezahlt machen. Ohne Ermäßigung ist beispielsweise die Bahncard 25 für die 2. Klasse aktuell ab 62 Euro für ein Jahr erhältlich, die Probebahncard 25 für drei Monate ab 19,90 Euro. Besitzer der Rabattkarten erhalten unter anderem 25 Prozent Preisermäßigung auf die sogenannten „Flex- und Sparpreise“ der Deutschen Bahn innerhalb Deutschlands. Der Unterschied:

  • Flexpreis: Die Buchung ist an keinen bestimmten Zug gebunden, gilt aber nur für die gebuchte Strecke
  • Sparpreis: Das Ticket bindet Reisende an den gebuchten Zug. Die Nahverkehrszüge sind frei wählbar.

Je nach Höhe des Ticketpreises ist es durchaus möglich, dass Bahn-Kunden die Ausgaben für die Bahncard 25 bereits nach der Hin- und Rückfahrt in den Urlaub wieder ausgeglichen haben.

5. In der Gruppe reisen

In der Gruppe zu verreisen ist nicht nur geselliger, sondern oft auch preisgünstiger. Bei Fahrten innerhalb eines Bundeslandes etwa sollten Urlauber einen Blick auf die Ländertickets der Bahn werfen, die für bis zu fünf Personen gelten. Je mehr Leute mitfahren, umso günstiger wird es für den Einzelnen. Wer nicht genügend Personen zusammenbekommt, um die Gruppenkarte voll zu nutzen, hat je nach Länderticket unter anderem mithilfe der DB-Mitfahrer-App für iOS und Android die Möglichkeit, passende Mitfahrer zu finden.

6. Flixtrain und Co.: Von der Bahn-Konkurrenz profitieren

Neben der Deutschen Bahn gibt es eine Reihe weiterer Anbieter, die ebenfalls preisgünstige Verbindungen innerhalb Deutschlands oder ins europäische Ausland anbieten. Auf den innerdeutschen Strecken zwischen Köln und Hamburg sowie Stuttgart und Berlin offeriert beispielsweise Flixtrain Fahrten ab 9,99 Euro. Preiswerte Bahnfahrten innerhalb Europas haben nach jetzigem Stand unter anderem auch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit der „Sparschiene Europa“ oder der europäische Hochgeschwindigkeitszug Thalys mit speziellen Angeboten im Programm.

7. Ticketsuche auf Vergleichsportale ausweiten

Auskunft über die Ticketpreise finden Sie nicht nur bei den Anbietern selbst. Vergleichsportale wie „goeuro.de" oder „fromatob.de" liefern einen Überblick, wie viel die gewünschte Verbindung mit unterschiedlichen Zügen und anderen Verkehrsmitteln kostet. Die Angebote von internationalen Bahnanbietern kombiniert etwa das Ticketportal „trainline.de".

Autor: Barclaycard
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