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Nordlichter-Saison: Hier gibt es Polarlichter zu bestaunen

Polarlichter
Bildquelle: iStcok/ansonmiao

Sie leuchten grün, blau, gelb oder pink – Nordlichter bieten ein spektakuläres Naturschauspiel am Himmel. Wer nicht in den nördlichen Breitengraden wohnt, muss in der Regel bestimmte Destinationen ansteuern, um sie zu sehen. Wo und wann Sie gute Chancen haben, Polarlichter zu bestaunen, erfahren Sie hier.

Bei Nordlichtern handelt es sich hauptsächlich um Herbst- und Winterphänomene. Am besten zu sehen sind sie in der Regel nördlich des Polarkreises, wo die Nächte lang sind und die Sonne mehrere Wochen oder gar Monate kaum aufgeht. Von Oktober bis Februar sind die Rahmenbedingungen daher besonders günstig. Aber auch Ende September und zuweilen bis in den April hinein können Polarlichter noch gesichtet werden.

Doch egal zu welcher Jahreszeit: Ob sich Nordlichter zeigen, hängt auch vom Wetter ab. Sind keine Wolken am Himmel und ist die Lichtverschmutzung (zum Beispiel durch künstliche Lichtquellen) gering, dürften die Chancen auf eine Sichtung ganz gut stehen.

Rovaniemi, Finnland

Nicht nur im Herbst und Winter, sondern schon im Spätsommermonat August sowie bis ins Frühjahr (April) hinein, können Urlauber in Lappland Polarlichter beobachten. In der Hauptstadt Rovaniemi sogar in bis zu 200 Nächten jährlich. Rund zehn Minuten Fußweg vom Stadtzentrum entfernt, befindet sich hinter dem Arktikum Museum der Arktische Garten – ein beliebter Aussichtspunkt für die Beobachtung von Nordlichtern, denn hier ist es verhältnismäßig dunkel.

Wer möchte, kann dem bunten Treiben am Himmel auch direkt vom Hotelzimmer aus zuschauen. Das Arctic TreeHouse Hotel beispielsweise bietet Urlaubern die Möglichkeit, in komfortablen Baumhäusern aus Glas zu übernachten und auf das Erscheinen der Nordlichter zu warten. Die großen Panoramascheiben der Suiten bieten uneingeschränkte Sicht auf den nächtlichen Himmel über Rovaniemi.

Tromsø, Norwegen

Nordnorwegen-Urlauber können Polarlichter von Ende September bis Ende März vielerorts sehen, zum Beispiel in Tromsø und Umgebung. Als Ausgangspunkt für die Beobachtung des Leuchtens hat sich die Stadt mittlerweile einen Namen gemacht – nicht zuletzt wegen ihrer geografischen Lage unter dem Polarlichtoval, einem ringförmigen Gebiet um den magnetischen Nordpol, in dem besonders häufig Nordlichter beobachtet werden können. Eine Besonderheit Tromsøs ist außerdem sein Nordlicht-Observatorium, denn es ist das einzige weltweit. Hier arbeiten Wissenschaftler an der Erforschung der Himmelslichter.

Zwei Aussichtspunkte dürften sich in Tromsø besonders für die Beobachtung von Nordlichtern anbieten: Telegrafbukta Beach, unweit des Tromsø-Museums gelegen, und Prestvannet, ein See auf der norwegischen Halbinsel Tromsøya. An beiden Orten ist es dunkel und die Lichtverschmutzung gering. Wer nichts dem Zufall überlassen möchte, kann bei Anbietern wie etwa Tromsø Safari auch eine Beobachtungstour buchen. Urlauber, die lieber selbst nach Nordlichtern suchen möchten, können mit der App Norway Lights für iOS und Android herausfinden, wo und wann Polarlichter zu sehen sind.

Abisko, Schweden

Um Nordlichter zu beobachten, wird von vielen Reiseveranstaltern empfohlen, mindestens ein bis zwei Wochen Zeit mitzubringen, da die Lichtphänomene unter anderem wetterabhängig sind. Wer nicht so viel Zeit hat, reist zum Beispiel an den Ort, an dem die Wahrscheinlichkeit, Polarlichter zu sehen, besonders hoch ist: Abisko. 2015 kürte der Reiseverlag Lonely Planet diesen zu einem der schönsten Orte für die Beobachtung der Himmelslichter.

In der Aurora Sky Station haben Urlauber einen unverstellten Blick auf die Berge der Umgebung und den Himmel, der sich hier meist wolkenlos, dunkel und frei von Lichtverschmutzung zeigt. Wer möchte, kombiniert Abendessen und Nordlichtbeobachtung miteinander – in der Sky Station können Besucher nämlich mit vorheriger Reservierung auch ein exklusives Dinner genießen.

Kirkjufell, Island

Island ist insbesondere für seine Vulkane, Gletscher, Geysire und beeindruckenden Wasserfälle bekannt. Im Winter kann es aber auch am Himmel eine berühmte Sehenswürdigkeit geben: die schimmernden Polarlichter.

Eigentlich können die farbigen Schleier während der Nacht auf der gesamten Insel gesichtet werden. Doch wer nach einem besonderen Panorama für die Nordlicht-Show sucht, findet das zum Beispiel am Berg Kirkjufell, dem wohl berühmtesten, weil meistfotografierten Berg Islands. Anbieter wie etwa Extreme Iceland bieten außerdem verschiedene Nordlichttouren an.

Ilulissat, Grönland

Sie möchten sehen, wie sich die Farben der Polarlichter im Eis spiegeln? In Grönland ist das möglich – und zwar von September bis in den April hinein. Reisen können Sie zum Beispiel nach Ilulissat im Westen. Die drittgrößte Stadt Grönlands ist für ihre riesigen Eisberge in der Diskobucht bekannt. Diese stammen vom am dauerhaft schnellsten fließenden Eisstrom der Welt, dem Gletscher Jakobshavn Isbræ. Bei Dunkelheit reflektieren die Eisberge die bunten Schleier am Himmel – zu sehen beispielsweise vom Ilulissat Guesthouse aus, das unmittelbar am Eisfjord liegt.

Yellowknife, Kanada

In der Hauptstadt der kanadischen Nordwest-Territorien, Yellowknife, können an durchschnittlich rund 240 Tagen im Jahr Nordlichter beobachtet werden, besonders gut stehen die Chancen von Januar bis März. Nicht zuletzt aufgrund dieser Bilanz ist Yellowknife auch als „Hauptstadt der Polarlichter” bekannt. Und wer gleich zwei regionale Besonderheiten miteinander verbinden möchte, hat hier sogar die Möglichkeit, eine Hundeschlittenfahrt unter dem leuchtenden Himmelszelt zu machen.

Autor: Barclaycard
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