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Rekordsommer 2018: Diese Lebensmittel werden teurer

Paar kauft Lebensmittel ein
Bildquelle: iStock/gilaxia

Dauerhitze und kaum Regen: Der Rekordsommer 2018 machte vielen Bauern zu schaffen. Die Auswirkungen auf die Lebensmittelindustrie werden aber erst jetzt deutlich. Was das für die Preise von Getreide, Milch, Gemüse & Co. bedeutet, erfahren Sie hier.

Von der Trockenheit des Sommers 2018 waren nicht nur deutsche Bauern betroffen. Europaweit kam es laut des Bundesverbands der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie e. V. (BOGK) zu Missernten. Die Folgen: Lebensmitteleinzelhandel und Gastronomie müssen nun mit geringeren Liefermengen rechnen. Verbraucher könnten vereinzelt vor leeren Regalen stehen oder mit höheren Preisen konfrontiert werden.

Letzteres ist laut des Statistischen Bundesamts bereits eingetreten. Demnach haben sich die Preise für Nahrungsmittel und Getränke von Oktober 2017 bis Oktober 2018 im Durchschnitt um fast zwei Prozent erhöht. Hierfür ist zwar nicht ausschließlich der heiße Sommer verantwortlich, einen großen Einfluss hatte er aber zumindest auf diese Nahrungsmittel:

Kartoffeln

Die fehlenden Niederschläge hatten Auswirkungen auf die diesjährige Kartoffelernte. Wie der BOGK im November 2018 mitteilte, hat sie in Deutschland mit 8,7 Millionen Tonnen einen historischen Tiefstand erreicht. Dennoch ist die Nachfrage nach Produkten wie Chips, Pommes frites oder Kartoffeltaschen aber weiterhin sehr hoch. Dem Branchenverband zufolge zeichnet sich daher bereits eine Verteuerung von rohen Kartoffeln ab. Heißt für den Verbraucher: Die Preise von Chips & Co. werden in nächster Zeit vermutlich steigen.

Getreide

Aufgrund des trockenen Wetters musste die Getreideernte 2018 früher beginnen, auch wenn die Körner vielfach noch nicht ausgereift waren. Laut Deutschem Bauernverband wurden 35,6 Millionen Tonnen Getreide eingefahren, das sind 26 Prozent weniger als die durchschnittliche Erntemenge der letzten fünf Jahre. Die daraus resultierenden Lieferengpässe können sich nun in Bäckereien oder Geschäften als Preiserhöhungen bemerkbar machen.

Milch

Auch Milchprodukte könnten von einer Preiserhöhung betroffen sein. Wie der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) mitteilte, ließ die Dürre frische Futterpflanzen verdorren, sodass Landwirte schon im Sommer auf ihr Winterfutter zurückgreifen mussten. Die Folge: Sie müssen nun Futter hinzu kaufen. Der BDM-Vorsitzende Stefan Mann forderte daher schon im August eine Anhebung von Milcherzeugerpreisen von mindestens zehn Cent.

Zum 1. November treten in der Regel neue Halbjahreslieferverträge zwischen Molkereien und Lebensmittelhändlern in Kraft. Aufgrund dessen hat beispielsweise Aldi die Preise für Frischmilch und H-Milch Anfang November bereits um einen Cent je Liter erhöht.

Krabben werden günstiger

Während die meisten Landwirte durch den Rekordsommer mit Ernteeinbußen zu kämpfen hatten, gibt es für Verbraucher aber auch positive Nachrichten: Die Preise für Krabben sind Medienberichten zufolge in diesem Jahr gesunken – offenbar ebenfalls infolge des milden Wetters. Die erhöhte Wassertemperatur der Nordsee gilt als ein Grund für den frühen Saisonstart.

Autor: Barclaycard
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