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Digitaler Euro: Kommt eine staatliche Kryptowährung?

Paar am Laptop
Bildquelle: iStock/monkeybusinessimages

Kryptowährungen: Viele reden darüber, kaum jemand zahlt damit. Das könnte nicht zuletzt an der fehlenden Regulierung liegen. Eine Alternative könnte eine staatlich organisierte Kryptowährung sein, sozusagen ein digitaler Euro. Eine solche Währung hätte Vorteile, finden Experten.

Bisher werden digitale Währungen wie der Bitcoin nur in Ausnahmefällen als Zahlungsmittel anerkannt. Zwar ist die Akzeptanz von Bitcoins im Laufe der Jahre vor allem im Internethandel gestiegen – doch es gibt nur wenige Unternehmen, die dieses elektronische Geld annehmen. Viele Verbraucher, Verbraucherschützer und die BaFin sehen im Erwerb von Bitcoins daher eher eine spekulative Anlage. Eine digitale Währung, die von Staaten eingeführt würde (oder von Staatenorganisationen wie der Europäischen Union), könnte sich anders entwickeln.

Experte fordert Regulierung von Kryptowährungen

Denn grundsätzlich würden sich digitale Währungen ständig weiterverbreiten, erwarten Experten wie Gilbert Fridgen, Professor für Wirtschaftsinformatik und nachhaltiges IT-Management an der Universität Bayreuth. Dem Wirtschaftsportal Business Insider sagte Fridgen: „Wenn nicht Staaten beziehungsweise Zentralbanken digitale Staatswährungen auf den Weg bringen, dann werden es private Unternehmen oder Communitys sein. Die Frage ist also nicht, ob es künftig digitale Währungen geben wird, sondern nur, von wem sie ausgehen werden“.

Aber: „Wichtig ist es nun, diese Zahlungsmittel derartig zu gestalten und zu regulieren, dass die gesamte Gesellschaft einen Nutzen von ihnen hat“, so Fridgen. Das sei der Bitcoin-Community bislang nicht gelungen. Auch der von Facebook geplanten Kryptowährung Libra schlägt von Experten große Skepsis entgegen.

Digitaler Euro zunächst für die Industrie gedacht

Als regulierte Kryptowährung könnte ein digitaler Euro dienen. Für einen solchen „E-Euro“ hat sich laut ARD zum Beispiel Andreas Krautscheid ausgesprochen, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Der „E-Euro“ solle allerdings vorerst der Industrie vorbehalten sein, so Krautscheid in einem Positionspapier. Denn durch die Digitalisierung und die fortschreitende „Industrie 4.0“ sei der Bedarf in diesem Bereich am dringendsten.

Autor: Barclaycard
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