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Preisvergleich EU: Wo ist das Leben am teuersten?

Paar bezahlt auf einem Markt
Bildquelle: iStock/martin-dm

Lebensmittel, Wohnen, Energie: Nicht überall in der EU kostet alles gleich viel. Was wo besonders teuer ist, hat der Bundesverband deutscher Banken (kurz Bankenverband) nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes aufgelistet.

Am höchsten sind die Preise innerhalb der Europäischen Union demnach in Dänemark. Die Lebenshaltungskosten lägen hier 37,9 Prozent höher als im EU-weiten Durchschnitt, zitiert der Bankenverband die Statistik. Mit einigem Abstand folgen Irland, Luxemburg, Finnland und Schweden. Allerdings ist das Lohnniveau in diesen fünf Staaten auch entsprechend hoch.

Am anderen Ende der Skala findet sich Bulgarien, wo die Lebenshaltungskosten nur etwa halb so hoch liegen wie im EU-Durchschnitt. Entsprechend niedrig ist allerdings auch das Lohnniveau.

Preise sind teilweise viermal so hoch wie anderswo

Doch nicht nur die allgemeinen Lebenshaltungskosten, auch die Preise für einzelne Produkte unterscheiden sich teilweise stark von Land zu Land. Das gilt zum Beispiel für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke. Laut der Statistik entsprechen die Preise in Deutschland etwa dem EU-weiten Durchschnitt. In den Nachbarländern dagegen kosten diese Dinge mehr. Am höchsten ist das Preisniveau für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke in Dänemark (plus 30 Prozent), gefolgt von Luxemburg und Österreich.

Am deutlichsten liegen die Preise bei Alkohol und Tabak auseinander, was laut Bankenverband auch an den unterschiedlichen Steuern läge. Bier, Wein und Spirituosen zum Beispiel seien in Finnland, Irland und Schweden jeweils rund zweieinhalbmal so teuer wie in Bulgarien und Rumänien. Tabakwaren kosten laut der Statistik in Großbritannien rund viermal so viel wie in Bulgarien.

Island übertrifft Dänemark

Übrigens: Außerhalb der Europäischen Union sind manche Preise noch höher. Zum Beispiel in Norwegen. Dort errechneten die Statistiker ein Preisniveau, das 47,7 Prozent über dem EU-Durchschnitt liegt. Noch tiefer müssen Schweizer in die Tasche greifen (51,9 Prozent über EU-Schnitt). Spitzenreiter ist allerdings Island: Hier kostet das Leben im Schnitt 56,1 Prozent mehr als innerhalb der EU.

Autor: Barclaycard
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