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Finanzen 2019: Änderungen bei Kindergeld, Mindestlohn & Co.

Sparschwein für das neue Jahr
Bildquelle: iStock / Steve Debenport

2019 kommen auf Verbraucher einige neue Regelungen zu – auch in Sachen Finanzen. Was sich beispielsweise bei Euro-Banknoten, Kindergeld, Mindestlohn & Co. ändert, erfahren Sie hier.

Frühjahr 2019: Neue Euro-Banknoten kommen

Eine Veränderung, die Sie nächstes Jahr erwartet: Ab dem 28. Mai bringt die Europäische Zentralbank neue 100- und 200-Euro-Banknoten in den Umlauf. Die Scheine sollen aufwendigere Sicherheitsmerkmale besitzen, um Fälschungen vorzubeugen. So wird beispielsweise der Wert der Scheine als sogenannte Smaragdzahl aufgedruckt. Diese ändert ihre Farbe, sobald sich die Banknote etwas neigt. Als Wasserzeichen wird ein Porträt der griechischen Mythenfigur Europa fungieren. Hier gibt‘s die neuen Scheine in 3D-Ansicht.

2019 bedeutet übrigens auch einen indirekten Abschied vom 500-Euro-Schein. Dieser wird im neuen Jahr vorerst nicht mehr produziert. Die im Umlauf befindlichen Fünfhunderter bleiben jedoch ein gültiges Zahlungsmittel.        

Strompreis 2019: Kosten können steigen

Auch in diesem Jahr werden die Kosten der Energieversorger für den Einkauf von Strom auf dem Großhandelsmarkt ansteigen. Somit sollten auch die Verbraucher mit höheren Stromkosten rechnen – zu diesem Schluss kommt der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Grund für die prognostizierte Steigerung sind erwartete höhere Netzentgelte und Beschaffungskosten. Laut des Vergleichsportals Check24 zahlte ein Haushalt mit vier Personen im bundesdeutschen Durchschnitt 2018 noch 390 Euro an die Stromnetzbetreiber der lokalen Verteilnetze. 2019 soll diese Summe voraussichtlich 399 Euro betragen.

Geringverdiener im Midi-Job werden stärker entlastet

Wer zwischen 450,01 und 850 Euro im Monat verdient, übt einen sogenannten Midi-Job aus. Im Gegensatz zu einem Mini-Job, bei dem ein Lohn von 450 Euro nicht überschritten wird, können sich Arbeitnehmer hier nicht von den Sozialabgaben befreien lassen. Sie zahlen aber im Vergleich zu Normalverdienern immerhin nur einen reduzierten Beitrag. Dieser ist vom Bruttoarbeitsentgelt abhängig, weshalb auch von der „Gleitzone“ gesprochen wird.

Ab dem 1. Juli 2019 wird aus der Gleitzone der „Übergangsbereich“. Dessen Obergrenze wird zudem von 850 auf 1.300 Euro angehoben. Damit dürften deutlich mehr Arbeitnehmer von reduzierten Beitragsanteilen profitieren. Ziel der Regelung ist es zudem, den Wechsel von einem versicherungsfreien Mini-Job zu einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis attraktiver zu machen.

Kindergeld und Freibeträge steigen 2019

Familien bekommen 2019 mehr Kindergeld. Dieses steigt ab dem 1. Juli 2019 um zehn Euro pro Monat, was etwa einer Erhöhung von fünf Prozent entspricht.

Auch einem höheren Kinderfreibetrag und Grundfreibetrag hat der Bundestag zugestimmt. Diese sind Teil des Einkommens, auf die keine Steuer gezahlt werden muss. Der Kinderfreibetrag steigt zum 1. Januar 2019 von 7.428 Euro auf 7.620 Euro. Außerdem wird der Grundfreibetrag zur Sicherung des Existenzminimums von 9.000 Euro auf 9.168 Euro erhöht.

Neuer Mindestlohn ab Januar 2019

Arbeitnehmer können seit Januar mit einem höheren gesetzlichen Mindestlohn von 9,19 Euro brutto pro Stunde rechnen. Seit dem 1. Januar 2017 lag der Mindestlohn bei 8,84 Euro brutto pro Stunde. Das Mindestlohngesetz sieht vor, dass der Lohn alle zwei Jahre neu festgelegt wird. Bundesweit könnten von der Erhöhung mehr als zwei Millionen Menschen profitieren.

Autor: Barclaycard
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