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BaFin: Wie schützt sie unser Geld?

Euro-Währungssymbol
Bildquelle: iStock/Nikada

Jedes Land hat seine eigene Finanzaufsichtsbehörde. Zum Teil sind diese direkt an die jeweilige Zentralbank angebunden, in Deutschland gibt es eine sogenannte Allfinanzaufsicht: die BaFin. Sie ist „Aufseherin“ über alle Finanzdienstleistungen in Deutschland. Dadurch soll vor allem der Verbraucher bei Geldgeschäften vor unseriösen Anbietern und Produkten geschützt werden. Wie sie dabei vorgeht, erfahren Sie hier.

Keine Finanzdienstleistung ohne BaFin-Genehmigung

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, so der ausgeschriebene Name der BaFin, soll mit verschiedenen Instrumenten den Finanzmarkt in Deutschland absichern. Dazu gehören Zulassungen, die die Bundesanstalt erteilt: Wer eine Finanzdienstleistung anbieten will, der benötigt eine schriftliche Erlaubnis der BaFin. Zu den Finanzdienstleistungen zählen zum Beispiel Bank-oder Versicherungsgeschäfte, Investmentfonds, Zahlungsdienste und vergleichbare Angebote.

Die BaFin prüft im Zulassungsverfahren, ob der Antragsteller alle Voraussetzungen erfüllt, um am deutschen Finanzmarkt teilzunehmen.

Eingriffsrechte bei Missständen

Neben der Zulassung von Finanzdienstleistungen ist die BaFin auch für die Aufsicht auf dem Finanzmarkt zuständig. Dafür bearbeitet sie zum Beispiel Beschwerden von Verbrauchern. Sie beobachtet den Markt und die Informationen, die den Verbrauchern von den Anbietern bereitgestellt werden.

Erkennt die BaFin Missstände, wie etwa unzureichende Verbraucherinformationen, undurchsichtige Produkte oder sogar regelwidrige Vertriebspraktiken, besitzt sie umfangreiche Eingriffsrechte. So kann sie unter anderem die betreffenden Unternehmen zur Klarstellung auffordern und in schwerwiegenden Fällen die Geschäftstätigkeit untersagen.

Übrigens: Finanziert wird die BaFin durch Gebühren, Erstattungen und Umlagen, die die von ihr geprüften und beaufsichtigten Unternehmen zahlen. Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt erhält die BaFin nicht.

Aufklärung von Verbrauchern zu Finanzthemen

Die BaFin versorgt Verbraucher mit Informationen, damit diese die Angebote des Finanzmarktes verstehen und bewerten können. Verbreitet werden diese Informationen zum Beispiel im BaFin Journal, das einmal monatlich auf der hauseigenen Webseite erscheint. Für einzelne Fragen stehen auch die BaFin-Mitarbeiter am Verbrauchertelefon zur Verfügung. Der Anruf ist kostenfrei. Weitere Informationen sind auf dieser Webseite zu finden.

Die BaFin will strikt neutral bleiben. Deshalb gibt es von der Bundesanstalt keine Empfehlungen für bestimmte Finanzprodukte, keine Ranglisten von Anbietern und auch keine Rechtsberatung.

Besonderheit Barclaycard Deutschland

Barclaycard Deutschland ist eine Niederlassung der irischen Barclays Bank Ireland PLC, daher ist die BaFin hier grundsätzlich nicht zuständig mit nur wenigen Ausnahmen. Die Aufsicht übernehmen an dieser Stelle die Europäische Zentralbank (EZB) bzw. die Irische Zentralbank (Central Bank of Ireland, kurz CBI) als nationale Aufsichtsbehörde.

Autor: Barclaycard
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