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Rund ums Geld: 6 Alltagsfragen kurz beantwortet

Junge in Waschsalon
Bildquelle: iStock / Imgorthand

Was passiert, wenn Sie Ihre Kreditkarte mitwaschen? Was tun Sie mit alter DM-Währung? Und dürfen Sie gefundenes Geld behalten? Antworten auf diese und weitere alltägliche Finanzfragen bekommen Sie hier.

1. Was passiert, wenn Geld oder Kreditkarten in der Waschmaschine landen?

Einmal vor dem Waschen nicht in die Hosen- oder Jackentaschen geschaut und schon kann es passieren: Bargeld oder Kreditkarten geraten in die Waschmaschine und durchlaufen das komplette Programm. Werden Scheine durch die ungewollte „Geldwäsche“ beschädigt, ist es möglich, dass einige Geschäfte diese nicht mehr annehmen. In dem Fall können Sie das Geld einfach zu Ihrer Hausbank bringen, rät der Bundesverband deutscher Banken. Dort werden Scheine gebührenfrei ersetzt. Voraussetzung: Es muss mehr als die Hälfte des Geldscheines vorgelegt oder nachgewiesen werden, dass die fehlenden Teile vernichtet wurden. Es kann also sinnvoll sein, auch kleine Stücke oder gar Fetzen von Scheinen zu sichern und der Bank vorzulegen.

Ob dagegen die Kreditkarte ihre Runden in der Trommel übersteht, hängt davon ab, wie sehr die Karte durch die Kleidung geschützt wurde. Solange Magnetstreifen und Chip der Kreditkarte durch den Waschgang keine starken Kratzer oder Dellen abbekommen, stehen die Chancen gut, dass die Karte voll funktionsfähig bleibt. Wurde nur der Magnetstreifen beschädigt, bleibt die Karte durch den robusteren Chip oft weiter einsatzfähig.

2. Wohin mit alten DM-Banknoten und -Münzen?

Beim Aufräumen sind Sie auf alte DM-Scheine oder -Münzen gestoßen? Damit stehen Sie nicht alleine da: Mehr als 16 Jahre nach Einführung des Euros sind nach Angaben der Deutschen Bundesbank noch über 12 Milliarden Deutsche Mark im Umlauf. In den Filialen der Bundesbank können Sie die alte Währung auch jetzt noch gegen Euros tauschen. Der Wechselkurs ist festgesetzt: Für 1 DM bekommen Sie 0,51 Euro.

Alternativ nehmen auch manche Einzelhändler als Aktion oder dauerhaft DM an. Die Modehauskette C&A akzeptiert die alte Währung beispielsweise seit November 2018 wieder als Zahlungsmittel.

3. Wie lässt sich eine Kreditkartenzahlung stornieren?

Stellen Sie auf Ihrer Kreditkartenabrechnung eine fehlerhafte Abbuchung fest, sollten Sie schnell reagieren und die Zahlung reklamieren. Die Frist dafür beträgt in der Regel acht Wochen. In diesem Zeitraum können sich Betroffene per Mail oder Telefon an ihr Kreditkarteninstitut wenden.

Die Stornierung einer Zahlung auf einer Abrechnung ist möglich, wenn beispielsweise einer der folgenden Gründe vorliegt:

  • Es liegt Kartenmissbrauch vor
  • Ein Betrag wurde doppelt abgebucht
  • Eine Dienstleistung wurde nicht erbracht

Wurde Ihre Karte missbräuchlich benutzt, sollten Sie eine Sperrung veranlassen.

4. Was hält eine Kreditkarte aus?

Im Alltag können Missgeschicke dazu führen, dass die Kreditkarte physischer Belastung ausgesetzt ist. Beispielsweise, wenn ein Gegenstand auf sie fällt oder Sie aus Versehen auf sie drauftreten. In den meisten solcher Fälle erweist sich die Kreditkarte durchaus als robust und ist gegen Beschädigung gefeit. Entscheidend für die Funktionalität ist dabei, ob der Magnetstreifen und der Chip beschädigt wurden, etwa durch Kratzer, Dellen oder Verschmutzungen.

Für Schäden können auch Magnete in unmittelbarer Nähe zum Magnetstreifen der Karte sorgen. Magnete finden etwa in Geschäften bei der Diebstahlsicherung an Kassen, bei Handtaschenverschlüssen oder in Krankenhäusern bei medizinischen Geräten Verwendung. Kommt es zu unmittelbarem Kontakt, ist eine Entmagnetisierung möglich, die wiederum zu Datenschädigung oder -löschung führen kann. Daher ist es ratsam, Bankkarten nicht direkt auf oben genannten Gegenständen zu platzieren. Da die Kartenlesegeräte zumindest in Deutschland vermehrt die Chip-Technologie nutzen, kann hier auch trotz eines beschädigten Magnetstreifens in den meisten Fällen die Karte weiter benutzt werden.

5. Kleingeld: Wie viele Münzen müssen Verkäufer annehmen?

Bezahlen Sie an der Supermarktkasse oder beim Bäcker öfter in bar, kann sich mit der Zeit einiges an Münzgeld im Portemonnaie ansammeln. Möchten Sie das Kleingeld beim nächsten Einkauf auf einen Schlag wieder loswerden, ist das nicht immer möglich.

Bei einer einzelnen Zahlung sind Geschäfte, Gaststätten, Hotels oder Tankstellen laut Münzgesetz (MünzG) nicht dazu verpflichtet, mehr als 50 Münzen entgegenzunehmen.

Deutlich unkomplizierter gestaltet sich das Bezahlen mit einer Kreditkarte, denn dann müssen Sie kein Wechselgeld mit sich herumtragen. Noch schneller wird der Bezahlvorgang, wenn Sie sich für die kontaktlose Bezahlmethode entscheiden.

Autor: Barclaycard
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