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So macht das 3D-Secure-Verfahren Internetkäufe sicherer

3D-Secure-Verfahren
Bildquelle: iStock / triloks

Im Internet einkaufen und bezahlen, das geht meist ohne großen Aufwand – zum Beispiel per Kreditkarte. Um die Sicherheit bei Online-Transaktionen zu erhöhen, haben Kunden vielfach die Möglichkeit, das 3D-Secure-Verfahren zu nutzen. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie hier.

Wer online einkauft, kann oftmals per Kreditkarte bezahlen. Die einzigen Angaben, die Sie dafür benötigen, sind Name des Karteninhabers, Kreditkarten- und Prüfnummer. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Sind Unbefugte im Besitz dieser Daten, könnten sie damit ebenfalls online einkaufen. Deshalb gibt es optional weitere Sicherheitsmaßnahmen.

Von Visa entwickelt: 3D-Secure

Das Sicherheitsverfahren 3D-Secure ist eine speziell von Visa entwickelte Technik, die dort für den Dienst „Verified bei Visa“ genutzt wird. Die gleichen Sicherheitsmaßnahmen existieren auch bei anderen Kreditkartenanbietern, werden dort aber anders bezeichnet. Bei Mastercard nennt sich das Verfahren beispielsweise „Mastercard Identity Check“ oder auch "Mastercard SecureCode".

Was bedeutet 3D-Secure?

Das 3D-Secure-Verfahren soll dafür sorgen, dass Zahlungen nur vom tatsächlichen Inhaber einer Kreditkarte getätigt werden können. Es umfasst eine zusätzliche Sicherheitskomponente, die als Authentifizierungsmaßnahme via Code erfolgt. Kreditkarteninhaber haben so die Möglichkeit, während des Bezahlprozesses im jeweiligen Online-Shop noch einmal ihre Identität zu bestätigen, um sich besser vor Kartenmissbrauch zu schützen.

Doch nicht alle Online-Shops bieten eine entsprechende Sicherheitstechnik an. Wem ein Secure-Verfahren beim Einkauf im Internet wichtig ist, kann bei den Zahlungsinformationen auf eine entsprechende Kennzeichnung wie „Verified by Visa“ achten.

Wie funktioniert das 3D-Secure-Verfahren?

Bei den meisten Banken werden Sie bei der Kontoeröffnung automatisch zum 3D-Secure-Verfahren angemeldet. So sind Sie gut vorbereitet und können direkt im Online-Shop einkaufen. Je nach Kreditkarteninstitut werden bei der Registrierung verschiedene Daten zu Ihrer Person abgefragt, etwa Geburtsdatum oder Anschrift. Bei späteren Transaktionen erfolgt dann in der Regel eine Identitätsprüfung: ebenfalls je nach Kreditkartenanbieter oder Kreditkarteninstitut entweder per Smartphone-App oder SMS-TAN wie beispielsweise bei der Barclaycard Kreditkarte.

Was im Einzelnen hinter den verschiedenen Authentifizierungsarten steckt:

  • Smartphone-App: Für diese Art der Authentifizierung installieren Sie eine bestimmte App Ihrer Bank. Anschließend können Sie eine PIN für die App festlegen und die Anwendung mit Ihrem Bankkonto verknüpfen. Möchten Sie nun online via 3D-Secure bezahlen, werden die Daten automatisch an Ihre App übertragen, wo Sie die Möglichkeit haben, diese abzugleichen und per PIN zu bestätigen.
  • TAN-Verfahren: Für eine Authentifizierung via TAN ist bei der Registrierung die Eingabe Ihrer Handynummer notwendig. Über diese erhalten Sie bei einer Online-Zahlung eine sogenannte Transaktionsnummer (TAN oder mTAN) per SMS, mit der Sie den Geldtransfer anschließend online bestätigen können.

3D-Secure: Kontobewegungen trotzdem beobachten

Unbefugte haben es durch die spezielle Sicherheitstechnik deutlich schwerer, Kreditkartendaten widerrechtlich zu verwenden. Verbraucher sollten dennoch wachsam bleiben und beispielsweise die monatliche Kreditkartenabrechnung regelmäßig überprüfen. Kommt es dort zu Auffälligkeiten, sollten Karteninhaber sich möglichst umgehend mit ihrem Kreditkarteninstitut in Verbindung setzen beziehungsweise ihre Kreditkarte direkt sperren lassen.

Autor: Barclaycard
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