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Das 3-Konten-Modell für die Familienfinanzen: So funktioniert's

Paar beim Online Shoppen
Bildquelle: iStock/Pekic

Gemeinsame oder getrennte Konten – wer zahlt was? Beschäftigen Sie sich innerhalb Ihrer Partnerschaft mit diesen oder ähnlichen Finanzfragen, dürften Sie sich für das 3-Konten-Modell interessieren, denn das hält Lösungsvorschläge parat.

Ob Lebensmittel, Haushaltswaren oder Hygieneartikel – in einem gemeinsamen Hausstand fallen neben immer wiederkehrenden Fixkosten auch gelegentliche Sonderausgaben an. Bei der Entscheidung, wie sich diese Geldausgaben jeweils verteilen und ob etwa ein gemeinsames Konto sinnvoll ist, kann das 3-Konten-Modell Unterstützung bieten.

Das 3-Konten-Modell: Das steckt dahinter

Wer seine Finanzen mit Hilfe des 3-Konten-Modells verwalten möchte, sollte zunächst ein Gemeinschaftskonto einrichten. Darauf zahlen beide Partner jeden Monat ihre kompletten Einnahmen ein. Davon werden wiederum alle Fixkosten bestritten, die die gesamte Familie betreffen, etwa Miete, Lebensmittel, Versicherungen, gemeinsame Urlaube oder Anschaffungen für die Kinder.

Der Betrag, der nach Abzug dieser Ausgaben übrig bleibt, wird anschließend zu gleichen Teilen (50/50) auf die persönlichen Konten der Partner überwiesen – unabhängig davon, wie viel jeder ursprünglich eingezahlt hat. Diese Summe kann dann nach Belieben verwendet oder gespart werden.

Das Konzept sieht also vor, dass gemeinsame Kosten auch gemeinsam entrichtet werden, während jeder parallel dazu weiterhin über einen eigenen Geldbetrag verfügt.

Die praktische Umsetzung

Um das 3-Konten-Modell erfolgreich umzusetzen, sollten beide Parteien vorab auch gemeinsam festlegen, was von dem Gemeinschaftskonto abgeht: zum Beispiel wie viel Geld pro Monat für Lebensmittel und Co. eingeplant ist und wie viel davon gespart wird, etwa für Notfälle oder größere Anschaffungen.

Sobald der finanzielle Rahmen abgesteckt ist, können Sie entsprechende Daueraufträge für die Fixkosten (etwa für Miete oder die Autoversicherung) und die jeweiligen Einzelkonten einrichten. So wissen Sie ganz genau, wann Ihnen Ihr monatliches Budget zur Verfügung steht.

Das 3-Konten-Modell für Singles

Auch Alleinstehende können mit dem 3-Konten-Modell ihre Finanzen managen: Hier steht zu Beginn ebenfalls ein Hauptkonto, auf das jeden Monat die gesamten Einnahmen fließen und von dem die Fixkosten abgebucht werden. Auch dabei kann es unter Umständen hilfreich sein, die Ausgaben über mehrere Wochen hinweg zunächst genau zu dokumentieren und sich so einen Überblick zu verschaffen, wie viel am Ende des Monats übrig bleibt.

Dieser Überschuss wird dann zu gleichen Teilen auf zwei andere Konten verteilt, für „Konsum“ und „Sparen“. Von ersterem können Ausgaben für die nächste Reise oder der nächste Einkaufsbummel bezahlt werden. Das Sparkonto kann für kurzfristige Notfälle (etwa Reparaturen) oder langfristige Wünsche genutzt werden.

Auch hierbei haben Verbraucher die Möglichkeit, entweder Daueraufträge einzurichten oder die möglicherweise variierenden Anteile direkt jeden Monat zu überweisen.

Autor: Barclaycard
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