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Null-Euro-Scheine: Was hat es mit diesen Banknoten auf sich?

Der Null-Euro-Geldschein
Bildquelle: iStock / alfexe

Auf den ersten Blick wirken sie fast wie ganz normale Banknoten und ihr Druck ist sogar von der Europäischen Zentralbank genehmigt – Null-Euro-Scheine. Doch als Zahlungsmittel gelten sie trotzdem nicht. Was es mit den Sondereditionen auf sich hat, erfahren Sie hier.

Die Null-Euro-Scheine sind eine Erfindung des Geschäftsmannes Richard Faille. Der Franzose war bereits an der Entwicklung von Euro-Gedenkmünzen beteiligt. Auch seine Idee von den Null-Euro-Banknoten, die seit 2015 produziert werden, richtet sich an Souvenir-Jäger und Sammler.

Andenken statt Zahlungsmittel: Null-Euro-Scheine als Erinnerungsstück

Städte sowie Freizeit- und Kulturinstitutionen können die Vorderseite einer Null-Euro-Banknote mit dem Motiv einer lokalen Sehenswürdigkeit oder Attraktion bedrucken lassen. Die Stadt Hamburg etwa hat einen Null-Euro-Schein, auf dem unter anderem die Elbphilharmonie und die Landungsbrücken abgebildet sind. Die Bremer Geldnote zieren die Stadtmusikanten, und Köln hat sein Wahrzeichen, den Dom, als Motiv gewählt.

Doch auch kleinere Städte wie Celle, Hameln und Oberammergau haben ihre eigenen Null-Euro-Scheine kreiert. Die Souvenir-Noten gibt es aber nicht nur mit deutschen Motiven. Orte in Belgien, Frankreich, Italien und vielen anderen Ländern haben ebenfalls ihre eigenen Scheine drucken lassen. Gemeinsam ist allen die Rückseite, auf der Motive von europäischen Sehenswürdigkeiten abgebildet sind.

Übrigens: Der Nennwert einer Null-Euro-Note beträgt zwar null Euro, umsonst gibt es sie in der Regel allerdings nicht. Käufer zahlen rund zwei bis drei Euro für einen Souvenir-Schein. Im Laufe der Zeit kann der Sammlerwert für seltene Scheine, die in geringer Auflage erschienen sind, sogar noch steigen.

Wer kann Null-Euro-Scheine drucken lassen?

Der Gedanke hinter den Null-Euro-Scheinen: Der Erlös aus dem Verkauf der Banknoten unterstützt Touristenattraktionen und kulturelle Einrichtungen. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, dass Privatpersonen oder Unternehmen einen eigenen Schein mit Motivwünschen in Auftrag geben.

Unterschiede zwischen Null-Euro-Banknoten und echten Geldscheinen

Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) lizenzierte französische Wertpapierdruckerei Oberthur Technologie druckt die Null-Euro-Scheine. Deshalb weisen die Geldnoten auch einige Sicherheitsmerkmale auf, die echte Euro-Scheine ausmachen: etwa Wasserzeichen, Hologramm, Mikroschrift und individuelle Kontrollnummer.

Allerdings wird das Souvenir-Geld auf anderem Papier gedruckt als ein echter Schein. Und: Mit dem Null-Euro-Schein kann man nicht bezahlen, weil er keinen Geldwert hat. Auch Geräte wie Fahrkarten- oder Parkautomaten kennen diesen Unterschied und nehmen Null-Euro-Scheine deshalb nicht an.

Autor: Barclaycard
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