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Untersuchung zeigt: So schwanken die Preise bei Online-Shops

Frau mit Tablet
Bildquelle: iStock/svetikd

Laut einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Brandenburg spielt bei den angezeigten Preisen in Online-Shops oft die Tageszeit eine wichtige Rolle. Denn hier kommt es nicht selten zu großen Schwankungen. Was Sie beim Online-Kauf beachten können, erfahren Sie hier.

Ob ein neues technisches Gadget, Turnschuhe oder ein Produkt aus der Versandapotheke: Ein und derselbe Artikel kann im Online-Shop je nach Zeitpunkt zu unterschiedlichen Preisen angeboten werden. Für dieses Phänomen der schwankenden Preise gibt es sogar einen Begriff: „Dynamic Pricing“. Wie stark die Preise der Produkte beim selben Händler je nach Tag und Uhrzeit tatsächlich schwanken können, zeigt nun eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Studie zeigt: Preise in Online-Shops können schwanken

Für die Untersuchung beobachtete die Verbraucherzentrale über einen Zeitraum von 34 Tagen die Preise von 16 deutschen Online-Shops. Das Ergebnis: 15 davon änderten regelmäßig die Preise von Artikeln aus ihrem Sortiment. Insgesamt hatten die Experten 1.133 Produkte im Blick. Bei 37 Prozent davon kam es im Untersuchungszeitraum zu Preisänderungen – oft sogar mehrfach. So ergaben sich je nach Kaufzeitpunkt erhebliche Unterschiede, wie viel Käufer etwa für ein Smartphone oder Autobatterien zahlen mussten. Allerdings variierten die Händler nicht nach einem einheitlichen Muster, wie folgende Beispiele zeigen:

  • Bei einem Smartphone beobachtete die Verbraucherzentrale Brandenburg im Online-Shop einer Elektronik-Fachmarktkette einen Unterschied von 220 Euro zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Preis. Insgesamt änderte der Anbieter seine Preise oft am frühen Abend gegen 18:45 Uhr (in den meisten Fällen nach unten).
  • Autobatterien und Reifen kosteten bei einem Kraftfahrzeugzubehör-Händler am Vormittag bis zu 30 Prozent mehr als am Nachmittag des Vortages.

Was können Käufer beim Online-Shopping beachten?

Eine einheitliche Empfehlung, zu welchem Zeitpunkt User den günstigsten Preis in Online-Shops finden, lässt sich aus der Untersuchung nicht ableiten. Dazu gestalten die Anbieter ihre Preisänderungen zu unterschiedlich. Und: Bei immerhin 63 Prozent der beobachteten Produkte verzeichneten die Experten keine Schwankungen.

Ein paar Tipps können Käufer aber berücksichtigen, um ein möglichst günstiges Angebot zu erhalten. Dazu gehören unter anderem:

  • Spontankäufe vermeiden und stattdessen die Preise in Ruhe vergleichen. Nicht nur zwischen den verschiedenen Anbietern, sondern auch zu unterschiedlichen Tageszeiten über einen längeren Zeitraum hinweg.
  • Artikel auch über einen weiteren Browser anschauen, in dem keine Cookies gespeichert sind. Gegebenenfalls dort zur Sicherheit die Cookies löschen. Der Grund: Das wiederholte Anschauen eines Produkts könnte dem Händler ein Kaufinteresse signalisieren und einen erhöhten Preis zur Folge haben.
  • Preise über verschiedene Endgeräte vergleichen, da sie sich auch in diesem Fall unterscheiden könnten.
  • Nicht eingeloggt nach Produkten suchen, um zu verhindern, dass der Händler die Preise den individuellen Kaufvorlieben anpasst.
  • Die Internetverbindung mit einem VPN-Dienst (Virtual Private Network) verschlüsseln. So könne der Händler keine Rückschlüsse ziehen, ob Käufer aus einer wohlhabenden Gegend kommen und so möglicherweise über eine höhere Finanzkraft verfügen.

Extra-Tipp: Vor dem Kauf kann es sich auch lohnen, die Preise im Online-Shop mit denen im stationären Einzelhandel zu vergleichen.

Autor: Barclaycard
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