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Prepaid-Tarif oder Handyvertrag? Das sind die Unterschiede

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Bildquelle: iStock/franckreporter

Gerade für Wenig-Telefonierer stellt sich oft die Frage, ob sich ein Handyvertrag tatsächlich lohnt oder ob ein Prepaid-Tarif nicht doch preisgünstiger ist. Welches Bezahlmodell dabei genau auf welche Bedürfnisse zielt, worin die Unterschiede bestehen und was es mit dem Postpaid-Konzept auf sich hat, erfahren Sie hier.

 

Prepaid-Tarif: Was steckt dahinter?

 

Hinweise auf das Konzept eines Prepaid-Tarifs gibt bereits der Begriff selbst: Zu Deutsch bedeutet er „im Voraus bezahlt“. Somit zählt die Kostenkontrolle bei diesem System auch zu den typischen Eigenschaften. Nutzer kaufen zunächst ein bestimmtes Guthaben ein und laden ihre SIM-Karte damit auf. Anschließend können sie in Höhe dieses Betrags telefonieren, simsen oder im Internet surfen. Ist das Guthaben aufgebraucht, nimmt das Gerät zwar meist noch Anrufe entgegen (sofern dafür keine Gebühren anfallen) – kann aber keine mehr absetzen.

 

Prepaid-Tarif: Für Gelegenheits-Telefonierer

 

Wer sein Handy nur gelegentlich zum Telefonieren oder Nachrichten schreiben nutzt und keine ständige Internetverbindung benötigt, dürfte die Flexibilität des Prepaid-Modells schätzen. Denn ist das Guthaben einmal aufgebraucht, kann es aufgeladen werden, muss aber nicht. Wird die Prepaid-Karte jedoch über einen längeren Zeitraum nicht genutzt oder mit neuem Guthaben aufgeladen, schalten einige Anbieter diese irgendwann ab. Die individuellen Konditionen zur Nutzung der SIM-Karte finden Sie beim jeweiligen Mobilfunkbetreiber.

 

Je nach Nutzungsverhalten haben Kunden bei Prepaid-Tarifen oftmals die Wahl zwischen reinen Telefontarifen oder Kombi-Paketen (Minuten-, SMS- und Interneteinheiten). Die Guthabenbeträge können von Anbieter zu Anbieter variieren, bei den meisten fällt für den Erwerb der SIM-Karte aber eine einmalige Gebühr an. Eine Grundgebühr oder ein Handy sind im Tarif meist nicht enthalten.

 

Die Merkmale auf einen Blick:

 

  • individuelle Kostenkontrolle
  • keine Grundgebühr
  • keine Mindestlaufzeit

 

Handyvertrag: So funktioniert's

 

Schließen Verbraucher mit ihrem Mobilfunkanbieter einen Handyvertrag ab, umfasst dieser üblicherweise eine Grundgebühr, die unabhängig von der individuellen Nutzung monatlich anfällt. Meist ist diese inklusive eines bestimmten Umfangs an Leistungen wie Freiminuten, SMS-Einheiten und mobilem Datenvolumen. Alles, was darüber hinausgeht, wird neben der Grundgebühr zusätzlich berechnet.

 

Zusätzlich haben Verbraucher die Möglichkeit, eine sogenannte Flatrate abzuschließen, die eine in der Regel unbeschränkte Nutzung von definierten Leistungen zu einem festen Preis ermöglicht – etwa eine Flatrate für Anrufe oder eine Daten-Flatrate für die mobile Internetnutzung. Auch eine Kombination von Flatrates ist oft möglich.

 

Handyverträge: Für Viel-Nutzer

 

Typisch für Handyverträge: Sie sind an eine bestimmte Laufzeit gebunden, die je nach Anbieter zwischen sechs und 24 Monaten betragen kann. Erst zum Ende dieser Zeitspanne ist eine Kündigung möglich. Erfolgt diese nicht, kommt es in den meisten Fällen zu einer automatischen Verlängerung.

 

Oft werden Handyverträge in Kombination mit einem kostenlosen oder vergünstigten Smartphone angeboten. Letzteres wird dann über die monatliche Grundgebühr in Raten abgezahlt.

 

Merkmale auf einen Blick:

 

  • feste Vertragslaufzeit
  • monatliche Fixkosten
  • oft in Verbindung mit einem neuen Smartphone

 

Das Postpaid-Konzept: Für Unentschlossene

 

Weder das Prepaid-Konzept noch das klassische Vertrags-Modell entspricht Ihrem Nutzungsverhalten? Alternativ haben einige Mobilfunkbetreiber das Postpaid-Konzept (zu Deutsch „nachträglich gezahlt“) im Angebot. Hierbei handelt es sich um monatlich kündbare Verträge mit uneingeschränkter Nutzung, die oftmals ohne Grundgebühr auskommen. Die Leistungen, egal, ob mit oder ohne Flatrate, werden hierbei automatisch am Ende des Monats abgerechnet.

 

Die Merkmale auf einen Blick:

 

  • in der Regel keine feste Vertragslaufzeit
  • monatliche Abrechnung nach Verbrauch
  • Kosten muss der Nutzer selbst im Blick haben
Autor: Barclaycard
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