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Studie: Deutsche bleiben in Kauflaune

Frau mit Shoppingtüten
Bildquelle: iStock / lucigerma

Die deutschen Verbraucher bleiben in Kauflaune – und das obwohl Prognosen von sinkenden Einkommen und einer schwächelnden Konjunktur sprechen. Die Gründe liegen laut Konsumforschern in erster Linie in der aktuellen Geldpolitik der Zentralbank. Das Sparen würde dadurch unattraktiver.

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat Ende des vergangenen Jahres rund 2000 Verbraucher befragt. Die Ergebnisse fassten sie in der Konsumklimastudie für Dezember 2019 zusammen.

Das Marktforschungsinstitut fragte die Verbraucher unter anderem, ob sie es für ratsam, notwendig und finanzierbar hielten, größere Anschaffungen zu tätigen. Diese sogenannte „Anschaffungsneigung“ legte im Vergleich zum November 2019 zu. Die Deutschen verbanden also kein größeres Risiko mit teuren Einkäufen.

Die Gründe für die Kauflaune der Deutschen: Sparguthaben werfen und warfen so gut wie keine Zinsen ab. Viele Privatanleger befürchteten sogar, bald Strafzinsen für ihre Geldanlagen bei den Banken zahlen zu müssen, ermittelten die GfK-Konsumexperten. Ohne diesen Effekt wäre die Verbraucherstimmung wohl trüber.

Drücken Handelskrisen auf die deutsche Konjunktur?

Die Erwartungen an die gesamtwirtschaftliche Lage verschlechterten sich im Dezember im Vergleich zum Vormonat. Schwächelnde Wachstumsvorhersagen für die deutsche Wirtschaft sowie die Handelskrise zwischen China, den USA und der EU würden bei den Verbrauchern zu dem Eindruck führen, dass sich die Konjunktur abschwächt, schreiben die Konsumforscher.

Auch die Erwartung für das künftige Einkommen war im Dezember 2019 niedriger als in den vergangenen Jahren. Dafür seien Meldungen über bevorstehende Entlassungen in einigen Industriebereichen verantwortlich, zum Beispiel in der Automobilindustrie und bei deren Zulieferern. Trotzdem waren die Verbraucher mit ihrem Einkommen zufrieden. Grund hierfür war vor allem die stabile Lage am Arbeitsmarkt.

Konsumanstieg von 1,5 Prozent erwartet

Trotz aller Befürchtungen: Die GfK geht für das Jahr 2019 von einem Anstieg des privaten Konsums von 1,5 Prozent aus. Das betrifft nicht nur die Einzelhandelsumsätze, sondern die gesamten Konsumausgaben der Verbraucher – also auch Dienstleistungen, Reisen und Miete.

Autor: Barclaycard
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