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Video-Ident-Verfahren: Das sollten Sie wissen

Mann macht einen Video-Call und winkt
Bildquelle: iStock/djiledesign

Das Video-Ident-Verfahren kommt häufig dann zum Einsatz, wenn jemand online ein Konto bei einer Bank eröffnen möchte. Das Kreditinstitut prüft damit die Identität des Antragstellers. Wie das geht und welche Gefahren es gibt, erfahren Sie hier.

Auch wenn Sie zum Beispiel eine Kreditkarte online beantragen, können Sie aufgefordert werden, Ihre Identität per Video-Ident-Verfahren nachzuweisen. Andernfalls wäre es möglich, dass Kriminelle in Ihrem Namen und auf Ihre Kosten ein Konto eröffnen und überziehen oder eine Kreditkarte einsetzen.

So läuft das Video-Ident-Verfahren ab

Das Video-Ident-Verfahren wird online durchgeführt. Sorgen Sie deshalb am besten für eine sichere, stabile Internetverbindung und rufen Sie den Link auf, den Sie von der Bank oder dem Kreditinstitut bekommen haben. Nötig sind außerdem eine Webcam oder die Kamera Ihres Smartphones sowie ausreichend Licht.

In der Regel führt Sie ein Mitarbeiter des Kreditinstituts oder eines beauftragten Unternehmens persönlich durch den Identifikationsprozess. Dafür ist er online zugeschaltet und sagt Ihnen, was Sie tun sollen. Unter anderem müssen Sie Ihren Ausweis oder den Pass deutlich sichtbar in die Kamera halten. Nach etwa drei bis fünf Minuten ist das Verfahren im Normalfall abgeschlossen. Häufig müssen Sie den Abschluss noch durch die Eingabe einer TAN (einer speziellen Nummer oder eines Codes) im Smartphone bestätigen.

Falsche Stellenangebot: Hier ist Vorsicht geboten

Das Video-Ident-Verfahren hat auch Betrüger auf den Plan gerufen, warnt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Kriminellen schalteten zum Beispiel täuschend echt aussehende Stellenangebote, häufig verbunden mit einem angeblichen Online-Bewerbungsverfahren. In dessen Verlauf würden persönliche Daten abgefragt und ein Foto des Personalausweises angefordert.

Bewerber, die auf solche Anzeigen stoßen, würden sich in der Regel zunächst mit einer E-Mail beim vermeintlichen Arbeitgeber melden, die persönliche Daten erhält. Mit diesen Daten beantragen die Kriminellen laut BaFin ein Konto bei einer Bank. Anschließend würden sie die Bewerber bitten, an einem Video-Ident-Verfahren bei besagter Bank teilzunehmen. Dem Bewerber würde das zum Beispiel als Voraussetzung für einen Heimarbeitsplatz vorgegaukelt oder als Probeauftrag, bei dem der Bewerber die Qualität des Verfahrens testen soll.

Bei den folgenden Warnsignalen, so die BaFin, sollten Sie misstrauisch werden:

  • Bei einer Bewerbung ist angeblich kein persönlicher Kontakt möglich.
  • Für die Bewerbung sei eine Teilnahme an einem Video-Ident-Verfahren für eine Kontoeröffnung notwendig.
  • Das Video-Ident-Verfahren soll ein Test sein, aber mit Ihren realen persönlichen Daten durchgeführt werden.
  • Sie bekommen Zweifel, ob das Jobangebot echt ist.

In diesen Fällen sollten Sie prüfen, wie seriös das Stellenangebot ist. Geben Sie bei Zweifeln nur wenige persönliche Daten preis.

Autor: Barclaycard
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