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Kontovollmacht: So sorgen Sie für den Notfall vor

Junges Paar diskutiert
Bildquelle: iStock/Nomad

Wer übernimmt fällige Überweisungen, wenn Sie selbst durch eine Krankheit oder einen Unfall verhindert sind? Wer kümmert sich um Ihre Bankangelegenheiten? Das können Sie selbst bestimmen – wenn Sie rechtzeitig vorsorgen.

Nicht nur für den Betroffenen, auch für die Angehörigen kann sich durch einen Unfall oder eine plötzliche Krankheit vieles ändern. Einiges aber bleibt gleich: Rechnungen warten auf Bezahlung, die Miete muss überwiesen werden, vielleicht sind ein Rollstuhl oder spezielle ärztliche Leistungen nötig, die es zu bezahlen gilt. Doch das kann sich als schwierig erweisen, wenn Sie sich nicht mehr selbst darum kümmern können.

Angehörige haben keinen automatischen Zugriff

Das Gesetz besagt: Wer nicht mehr in der Lage ist, beispielsweise seine Bankangelegenheiten selbstständig auszuführen, für den übernimmt gegebenenfalls ein gerichtlich bestellter Betreuer diese Aufgaben. Selbst Ehepartner, Eltern oder Kinder haben in der Regel nicht automatisch Zugriff auf das Konto des Betroffenen, um die nötigen Zahlungen zu leisten. Auch beispielsweise Tagesgeldkonten, Festgeldanlagen und Wertpapiere sind meistens tabu. Tragen die Angehörigen dann plötzlich die Kosten für Miete und nötige Anschaffungen, können finanzielle Engpässe die Folge sein.

Deshalb rät unter anderem der Bundesverband der deutschen Banken, rechtzeitig eine sogenannte Konto-, Depot- bzw. Vorsorgevollmacht für den Notfall auszustellen. Damit bestimmt der Kontoinhaber frühzeitig eine Person seines Vertrauens, die seine Angelegenheiten regeln kann, sollte er selbst dazu einmal nicht mehr in der Lage sein. Diese Vertrauenspersonen können Angehörige, aber auch Freunde sein.

So erteilen Sie eine Kontovollmacht

Für die Erteilung der Vollmacht empfiehlt der Bankenverband, dass der Kontoinhaber und seine Vertrauensperson gemeinsam die Bank aufsuchen. Indem sich der Bevollmächtigte per Personalausweis oder Reisepass ausweist und beide die Vollmacht vor Zeugen unterschreiben, sind spätere rechtliche Zweifel so gut wie ausgeschlossen. Wie Sie für Ihr Barclaycard Konto eine Vollmacht erteilen, erfahren Sie hier.

Die Vollmacht gilt nicht unbegrenzt

Bei einer üblichen Kontovollmacht kann der Bevollmächtigte etwa Geld abheben, bewilligte Kredite in Anspruch nehmen sowie Überweisungen für laufende Kosten tätigen. Doch ein Kreditantrag oder die Eröffnung eines weiteren Kontos im Namen des Betroffenen sind in der Regel nicht möglich.

Je nach Vereinbarung kann die Vollmacht auch über den Tod hinaus gelten. Sie kann zudem von vornherein zeitlich befristet und jederzeit widerrufen werden.

Autor: Barclaycard
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